04. Dezember 2009 12:19

Fastenzeiten 

Hungern tut dem Körper gut

Keine Zwischenmahlzeiten: Forscher empfehlen täglich nur drei Mahlzeiten.

Hungern tut dem Körper gut
© Getty Images

Der menschliche Körper braucht Hunger, um gesundzubleiben. Ein Körper, der zu oft Nahrung erhält, gerät laut einer Schweizer Studie in den Sog von Bewegungsarmut, Fettleibigkeit und schließlich Diabetes. Daher plädieren die Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich für Fastenzeiten zwischen den Mahlzeiten.

Keine Zwischenmahlzeiten
Der Spruch "Am Morgen wie ein Kaiser, am Mittag wie ein König, am Abend wie ein Bettelmann" macht folglich tatsächlich Sinn, wie die Experten betonen. Wichtig sei aber vor allem, dass dazwischen nichts gegessen werde: kein Snack, nichts Süßes, aber auch nichts sogenannt Gesundes.

Die Wissenschafter entdeckten einen molekularen Mechanismus, der der Bewegungsarmut und damit der Fettleibigkeit zugrunde liegt. Zentraler Schalthebel ist demnach das Protein Foxa2. Dieses werde gehemmt, wenn die Bauchspeicheldrüse nach der Nahrungsaufnahme Insulin ausschütte. Beim Fasten hingegen fehle Insulin, und Foxa2 sei aktiv. Im Gehirn löse das Protein das Verlangen nach Nahrungsaufnahme und spontaner Bewegung aus. Hungrige Säugetiere seien daher aufmerksamer und körperlich aktiver.

Bewegungsarmut
Bei fettleibigen Mäusen stellten die Forscher fest, dass Foxa2 konstant inaktiv war, egal ob die Tiere nüchtern oder gesättigt waren. Dies erkläre die Bewegungsarmut von fettleibigen Menschen und Tieren. Genetisch veränderte Mäuse, bei denen Foxa2 hingegen stets aktiv war, bewegten sich laut den Forschern fünfmal mehr als gewöhnliche Mäuse. Dabei verloren sie Fettgewebe und bildeten größere Muskeln. Der Zucker- und Fettstoffwechsel lief bei ihnen auf Hochtouren und ihre Blutwerte waren deutlich verbessert.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare