30. Juli 2008 08:42

Sommer-Hitze 

Ihr bester Sonnenschutz

Jetzt geht der Sommer richtig los: Mit den richtigen Schutzmaßnahmen und Pflegeprodukten machen Sie die Sonne zu Ihrem Freund.

Ihr bester Sonnenschutz
© getty

Ab in den Schatten oder besser cremen? Beides, so raten Dermatologen. Zwischen 11 und 15 Uhr sollten wir uns grundsätzlich nicht der prallen Sonne aussetzen. Denn dann ist die Strahlung bekanntlich am intensivsten.

Kurz oder lang?
Sowohl langwellige UVA- als auch kurzwellige UVB-Srahlen sind schädlich. In ihrer Kombination noch viel mehr: UVB-Strahlen greifen die oberen Zellschichten an und sind auch für den Sonnenbrand verantwortlich. UVA-Strahlen gelangen unbemerkt (auch ohne Sonnenbrand!) tief in die Haut ein und fördern die Hautalterung.

Was ist IR-A?
Nach Erkenntnissen des Instituts für Umweltmedizinische Forschung Düsseldorf (IUF) schädigen auch die im Sonnenlicht enthaltenen Infrarotstrahlen die Haut. Vor allem die kurzwelligen IR-A-Strahlen können in die Haut eindringen und dieselben Prozesse wie UVA- und UVB-Licht auslösen. Alle Strahlenarten erzeugen freie Radikale und setzen den Organismus unter sogenannten „oxidativen Stress“.

Welche Mittel?
Wer seine Haut optimal schützen will, sollte in puncto Sonnenschutzmittel wählerisch sein. Es sollte auf jeden Fall einen kombinierten UVB- plus UVA-Filter enthalten. Wissenschafter des IUF fordern, dass alle Produkte in Zukunft auch über einen IR-A-Schutz verfügen, der bisher nur vereinzelt in Sonnenschutzmitteln enthalten ist. Und: Sonnencreme oder -lotion sollte Stoffe mit antioxidativer Wirkung enthalten, die die freien Radikale neutralisieren. Zusätzlich haben einige Produkte auch schon die „Hautreparatur“ mittels Enzymen eingebaut.

Nie ohne
Da Tagespflege bisher nur einen UVB-Schutz enthält, sollte man auch im Alltag zusätzlich zum Sonnenschutzmittel greifen und besonders exponierte Stellen (Gesicht, Arme) eincremen. Der herkömmliche Lichtschutzfaktor reicht dann nicht aus. Auch bei bewölktem Himmel dringen 75 Prozent der UV-Strahlen durch.

Sonnencremen brauchen 30 Minuten
Alle Sonnenschutzmittel wirken nur, wenn sie richtig angewendet werden:

Zeit
UV-Filter brauchen 30 Minuten, bis sie ihre volle Wirkung entfaltet haben. Also rechtzeitig eincremen und alle zwei (!) Stunden nachcremen. Und zwar auch im Schatten, denn 50 Prozent der UV-Strahlen dringen trotzdem ein. Es gibt keinen 100-prozentigen UV-Schutz: Auch durch Kleidung dringt noch eine gewisse Menge UV-Licht.

Menge
Meistens wird zu wenig gecremt: Für den ganzen Körper brauchen Sie mindestens sechs Teelöffel Sonnenschutzmittel.

Faktor
„Sunblocker“ gibt es eigentlich nicht: Selbst Produkte mit Lichtschutzfaktor 50+ lassen noch UV-Strahlen in geringer Dosis durch. LSF 6 bis 10 reicht nur für vorgebräunte Haut! Auch wenn Sie Produkte mit hohem LSF wählen, sollten Sie den Hautschutz nicht bis zur Grenze ausreizen: Lieber öfter in den Schatten. Und: Dermatologen raten, nicht mehr als 50 Sonnenbäder pro Jahr!

Enzyme
Nur in der Apotheke erhältlich ist „Ateia“, eine Sonnenkosmetik mit eingebauten Reparaturenzymen, die bis zum Zellkern der Hautzellen durchdringen und Schäden reparieren. Der neuerdings geforderte Schutz gegen In­frarot-A-Strahlung ist etwa bereits in Produkten von Ladival enthalten.


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