24. April 2008 12:00

Komplikationen 

Jede fünfte Schönheits-OP geht schief

Nach Schönheitsoperationen beschwert sich einer Studie zufolge jeder fünfte Patient über Komplikationen.

Jede fünfte Schönheits-OP geht schief
© sxc

Für manche ist es eine Selbstverständlichkeit, sich aus kosmetischen Gründen unter das Messer zu legen. Heute eine Brustvergrößerung, morgen ein wenig Fettabsaugen und zwischendurch Botox für eine glatte Stirn. So ohne sind diese Beauty-Maßnahmen aber nicht, denn laut einer aktuellen Studie geht bei jeder fünften Schönheitsoperation etwas schief. So ein Eingriff sollte also wirklich gut überlegt werden.

Blutergüsse und Narben
Nach Schönheitsoperationen beschwet sich jeder fünfte Patient in Deutschland über Komplikationen. 22 Prozent der befragten Frauen und acht Prozent der Männer klagten nach einem ästheischen Eingriff etwa über Schwellungen, Blutergüsse, Taubheitsgefühl oder deutlichen Narben.

Die häufigsten Operationen
Die Faltenbehandlung ist laut Studie die häufigste Schönheits-OP in Deutschland, dicht gefolgt von Laserbehandlungen des Gesichts. Weiter im Häufigkeits-Ranking folgen Brust-OPs, Nasenkorrekturen und Operationen von Augenlid und Ohren. Die Tatsache, dass die Gruppe der 20- bis 29-jährigen Frauen die höchste Rate bei Brustvergrößerungen aufweise, sei besorgniserregend. Da Brustimplantate nach zehn bis 15 Jahren erneuert werden sollten, scheine so eine "lebenslange Operationslaufbahn" vorgegeben.

Psychologische Gründe?
Bedenklich sei auch, dass bei jedem Sechsten der Patientinnen und Patienten das Risiko einer Körperbildstörung bestehe. Neben medizinischen Motiven spielten bei der Entscheidung für eine Schönheits-OP häufig auch psychologische Gründe wie Scham, Selbstzweifel oder Körperkontrolle eine Rolle.

Für die Studie befragte das Münchner Institut für Grundlagen- und Programmforschung 497 Frauen und 123 Männer und wertete die Angaben von 225 Ärzten und Einrichtungen aus.


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