19. Februar 2009 08:50

Studie zeigt 

Jeder dritte Unfall durch Schlafmangel verursacht

Rund 3,2 Millionen Österreicher leiden unter chronischen Schlafstörungen. Damit erhöht sich auch das Unfallrisiko auf den Straßen.

Jeder dritte Unfall durch Schlafmangel verursacht
© getty
Jeder dritte Unfall durch Schlafmangel verursacht
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Aktuellen Studien zufolge leiden rund 3,2 Millionen Österreicher unter chronischen Schlafstörungen. Tagesmüdigkeit gilt mittlerweile als Risikofaktor Nummer Eins bei Verkehrs- und Arbeitsunfällen. Trotzdem wird „Schläfrigkeit“ als gesundheitliches ­Problem bagatellisiert.

Gefahr
Zu Unrecht, meint Neurologe Manfred Walzl: „Wer nachts nur vier Stunden geschlafen hat, reagiert so, als habe er 0,5 Promille Alkohol im Blut.“ Bei einer durchwachten Nacht steige der Wert auf 0,8. Ein Faktum, das sich auch in der aktuellen Statistik ­widerspiegelt: Rund 24 Prozent aller tödlichen Unfälle und insgesamt jeder dritte Unfall werden durch Schlafmangel verursacht.

Stress als Ursache
Neben äußeren Faktoren, wie Lärm, Alkohol, Nikotin oder schlechte Matratze, sehen Mediziner vor allem im Stress die Ursache der durchwachten Nächte. Unter Stressbelastung kommt es zu einer Erhöhung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin sowie Cortisol.

Schlafqualität
Werden diese Hormone nicht abgebaut, beeinträchtigen sie die Schlafqualität. „Einschlafstörungen, aber auch das Erwachen in den frühen Morgenstunden, weisen auf ein hormonelles Ungleichgewicht hin“, erklärt Michaela Trnka, Ärztin und Leiterin der Gesellschaft für integrative Ganzheitsmedizin in Wien.


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