30. Jänner 2009 10:44

Alkoholmissbrauch 

Jeder fünfte Mann bekommt Alkoholprobleme

Regionale Unterschiede: Menschen in Nord- und Osteuropa stärker alkoholgefährdet als Südeuropäer.

Jeder fünfte Mann bekommt Alkoholprobleme
© DPA

Jeder fünfte Mann erleidet im Lauf seines Lebens eine alkoholbedingte Störung. Dabei liegt das Risiko für Alkoholmissbrauch bei rund 15 Prozent, das für eine Sucht bei zehn Prozent. Frauen seien etwa halb so stark gefährdet, wie der Mediziner Marc Schuckit von der Universität von Kalifornien in San Diego betont.

Regionale Unterschiede
Zwar gibt es dem Forscher zufolge in der Welt starke regionale Unterschiede: So sind Menschen in Nord- und Osteuropa stärker alkoholgefährdet als Südeuropäer, und auch Bewohner von Industrieländern haben häufiger solche Probleme als diejenigen aus Entwicklungsländern. Dennoch gebe es ein ähnliches chronologisches Schema, schreibt Schuckit im Fachblatt "The Lancet".

Psychische Konsequenzen
Demnach trinken die meisten Menschen das erste Mal etwa im Alter um die 15 Jahre. Am stärksten wird der Drang nach Alkohol im Alter von 18 bis 22 Jahren. Die Probleme beginnen dem Mediziner zufolge aber erst danach - Anfang bis Mitte der 20er Jahre, wenn viele Menschen ihren Konsum mit Blick auf Familie oder Beruf drosseln. Wer dagegen auch nach dieser Zeit noch regelmäßig trinkt, dem drohen laut Schuckit psychische und körperliche Konsequenzen, die von Depressionen über Herzkreislauf-Erkrankungen bis hin zu einem erhöhten Krebsrisiko, etwa für Tumore von Speiseröhre, Brust und Darm, reichen. Um dies zu vermeiden, rät der Mediziner zu gezielten Therapien.


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