08. Mai 2009 08:14

Arbeitslos 

Jobverlust macht krank

Studie zeigt erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Herzprobleme, Schlaganfall und Diabetes.

Jobverlust macht krank
© sxc

Der Verlust des Arbeitsplatzes stellt die Betroffenen nicht nur vor wirtschaftliche Probleme, sondern kann auch krank machen. Wer seinen Job verliert, entwickelt einer Studie zufolge eher Bluthochdruck, Herzprobleme, Schlaganfall oder Diabetes. Selbst wer schnell wieder eine neue Beschäftigung findet, ist demnach verstärkt gefährdet.

Bleiben Sie gesund!
"In der heutigen Wirtschaft kann jeder seinen Job verlieren", sagt die Soziologin Kate Strully von der Universität Albany im Staat New York. "Wir sollten uns über die gesundheitlichen Konsequenzen von Arbeitsplatzverlust im Klaren sein und unser Möglichstes tun, die Schäden zu dämpfen." Frühere Studien hatten schon gezeigt, dass gesundheitlich angegriffene Menschen eher ihre Arbeit verlieren als gesunde Personen.

Untersuchung zeigt
Ob umgekehrt auch ein Jobverlust die Gesundheit beeinflusst, prüfte Strully anhand mehrerer repräsentativer Umfragen unter US-Beschäftigten zwischen den Jahren 1999 und 2003 - also noch vor der derzeitigen Rezession. Resultat: Wer seinen Job ohne eigene Schuld etwa durch eine Firmenpleite verlor, hatte ein um 54 Prozent erhöhtes Risiko für eine mäßige oder schlechte Gesundheit. Und bei jenen Arbeitnehmern, die sich vorher kerngesund fühlten, stieg mit einer plötzlichen Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit für Beschwerden, darunter Bluthochdruck, Herzprobleme und Diabetes, sogar um über 80 Prozent, wie Strully im Fachblatt "Demography" schreibt.

Gesundheitliche Folgen
Die Studie zeige, dass das körperliche Wohl der Bevölkerung nicht nur von der Gesundheitsversorgung abhänge, sondern auch von der Struktur der Arbeitswelt und vom Zustand der Ökonomie. Aus ihren Resultaten leitet die Forscherin konkrete Empfehlungen ab: "Wer seinen Job verliert, sollte sich der möglichen gesundheitlichen Folgen bewusst sein", sagt Strully. "Unmittelbar nach dem Verlust ist es besonders wichtig, gut auf sich aufzupassen, etwa durch Stressmanagement, gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung."


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