16. Jänner 2007 09:47

Richtig abnehmen 

Kampf den Kilos

Wir zeigen Ihnen wie Sie am einfachsten Ihren Winterspeck wieder loswerden. Nicht weniger essen, sondern mehr Bewegen!

Kampf den Kilos
© (c) buenos dias

Starmania-Moderatorin Arabella Kiesbauer, 37, bringt ihre Figur durch Bewegung in Best-Form. Und sie lässt Ausreden nicht gelten: „Es gibt keine Sportmuffel! Wer keine Freude an der Bewegung hat, weiß nicht, welcher Sport ihm wirklich liegt.“ Arabella könnte als Vorbild für alle auftreten, die den Kampf gegen Kilos erfolgreich schlagen wollen. Mehrmals pro Woche betreibt sie Ausdauersport – Radfahren, Laufen – außerdem ist sie Stammgast im Fitness-Studio und betreibt dort Krafttraining.

Bewegen statt Fasten
Viele wollen vor allem abnehmen, indem sie weniger essen – ein grundlegender Fehler, wie Experten einhellig meinen. Denn bei einer Gewichtsreduktion ohne Bewegung wird Muskelmasse abgebaut und die Fettverbrennung verschlechtert. Das heißt: Wir bringen zwar weniger auf die Waage, nehmen aber umso schneller wieder zu – der berüchtigte Jojo-Effekt.

"Hungern ist dumm"
ÖSTERREICH-Kolumnist Dr. Rüdiger Dahlke ist Arzt und hat ein CD-Programm zum Thema verfasst („Mein Idealgewicht“, Verlag Arkana). Dahlke erstellt die einfache Input-Output-Rechnung: „Je mehr man verbrennt, desto stärker nimmt man ab. Hungern ist also dumm, weil man den Kalorien-Grundumsatz verringert!“

Das Missverständnis
Der Experte rät weiters dringend davon ab, Mahlzeiten ausfallen zu lassen oder Nulldiäten einzulegen: „Bevor man mit einer solchen Reduktionskur beginnt, müsste man unbedingt den Kalorienumsatz ankurbeln. Nur wenn sanfte Bewegung das Sauerstoffgleichgewicht im Körper erhöht, setzt die gewünschte Fettverbrennung ein.“

Idealer Ausdauersport
Dahlke empfiehlt als geeignete Sportarten für die Figur Skilanglaufen (falls endlich Schnee liegt), Radfahren, Joggen, Tanzen, Skaten, Rudern und Wandern. Entscheidend ist der sogenannte anaerobe Bereich – also, dass die Bewegung im Sauerstoffgleichgewicht stattfindet. Sonst signalisiert der Körper Alarm und bunkert alle (Fett-)Depots. Der Arzt erklärt, wie man auch ohne Pulsmesser dieses perfekten Belastungslevel erkennt: „Achten Sie darauf, dass Sie Luft nur durch die Nase aufnehmen. Sobald Sie keuchen, verlassen Sie jene Fettverbrennungszone, in der Winterspeck abgebaut wird.“

Warnung
Wer noch immer glaubt, seine Figur durch zu wenig Nahrung verbessern zu können, der sei gewarnt: Dem Organisimus entgehen lebenswichtige Stoffe wie Kalzium und Vitamine, die Knochendichte nimmt ab und Osetoporose kann entstehen.

Sanft starten
Trotzdem sollte man das Programm nicht radikal, sondern vernünftig starten. Experten empfehlen anfangs nicht Gewaltläufe und Bodybuilding, sondern einfach nur mehr Bewegung in den Alltag einzubauen: Stiegensteigen statt Lift, eine Station früher aus dem Bus aussteigen und ein Stück zu Fuß gehen, Freundinnen nicht zum Kaffee sondern zum Spaziergang treffen.

Kondi und Sixpack
Wer solchermaßen fitter geworden ist, kann die Belastung bis zum Level von Arabella Kiesbauer steigern. Ideal für Gesundheit und Figur ist dreimal pro Woche eine halbe Stunde Ausdauertraining – wenn es sich noch öfter ausgeht, wird der Hüftspeck schneller abgebaut. Parallel dazu muss am Aufbau der Muskelmasse gearbeitet werden. Denn sogar ein ruhender Bizeps verbrennt mehr Kalorien als schwache Muskelgruppen. Ideal ist dafür natürlich ein Fitnessstudio – aber wer über eine gewisse Disziplin verfügt, kann auch daheim trainieren. VIP-Trainerin Susanne Tröstl motiviert: „Täglich zehn Minuten die richtigen Muskelgruppen bewegen und die Anzahl der durchgeführten Übungen steigern – dann sehen Sie schon nach zwei Wochen tolle Effekte!“

Der innere Schweinehund
Alles schön und gut, aber Sie haben leider keine Zeit dafür? Ausrede! Nehmen Sie sich nicht zu viel vor – aber ziehen Sie es durch. Bauchmuskelübungen können Sie nicht nur im Studio, sondern auch daheim vor dem Fernseher durchführen. Erzählen Sie Freunden und Kollegen von Ihrem Ziel – und freuen Sie sich daran, wenn Hosen und Röcke wieder lockerer sitzen.

Claudia Schanza


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