18. März 2009 12:09

Falsche Bewegungen 

Kaputtes Knie durch Sport?

Falsche Bewegungen und zu viele Eingriffe machen dem Knie zu schaffen.

Kaputtes Knie durch Sport?
© Getty Images

Knieverletzungen nehmen zu. Trotzdem warnen Ärzte vor unnötigen Eingriffen. Besser: Vorbeugen durch Training und konservative Behandlung.
Fußballer, Tennisspieler und Skiläufer kennen das Problem vom schmerzenden Knie zur Genüge. Oft beginnt die Misere nach einer Verletzung, doch häufig sind auch Belastungen im Freizeitsport die Ursache für den Gelenksschmerz.

Mehr Verletzungen
Laut Statistik nehmen Knieverletzungen zu. Und damit auch die Anzahl der operativen Eingriffe am Knie. Was das Problem mitunter verschlimmert. „Ein eingerissener Meniskus muss nicht entfernt werden“, so Unfallchirurg Reinhard Weinstabl. Studien aus Deutschland und den USA zeigen, dass Eingriffe wie Meniskus-Operationen und Knorpelglättungen oft nicht den erwünschten Erfolg bringen.

Abwarten
Wem eine Knie-OP oder Gelenkspiegelung empfohlen wird, sollte sich erst einmal eine zweite ärztliche Meinung einholen. Denn oft werden Röntgen- oder MR-Bilder von Ärzten auch falsch interpretiert.

Selbsthilfe
Ist der Schmerz auf eine Reizung der Kniescheibe oder der Sehnenansätze zurückzuführen, dann ist erst mal Selbsthilfe angesagt. „Wenn das Gelenk schmerzt, steckt oft eine Entzündung dahinter. Dadurch wird der Stoffwechsel im Knie beeinträchtigt“, erklärt Orthopäde Michael Riedl. Angesagt sind dann entzündungshemmende Mittel (zum Einnehmen oder auch als Gel zum Eincremen).

Sanfte Therapie
In vielen Fällen ersparen neuerdings auch elektromagnetische Felder das Skalpell. Mit der KernspinResonanzTherapie können frische Verletzungen und Abnutzungen behandelt werden. „Die Magnetfelder regen die Regeneration von Knorpel und Knochen an“, erklärt Weinstabl, der die Therapie in der Wiener Privatklinik anbietet.

Sport ist Mord?
Wer seinen Knien Gutes tun will, sollte sie trotzdem bewegen. Riedl: „Der Knorpel wird nur durch Bewegung ernährt. Schonung ist schlecht für das Kniegelenk.“ Dabei gilt: Vor jeder sportlichen Aktivität Aufwärm- und Dehnübungen machen. Vor allem bei Sportarten mit Dreh- und Stopp-Bewegungen (Tennis, Fußball, Skifahren). Lineare Bewegungen wie Laufen und Radfahren sind hingegen keine Belastung fürs Knie.


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