04. September 2008 09:48

Studie zeigt 

Kinder älterer Männer haben häufiger Depressionen

Das Risiko liegt bei Männern ab 55 Jahren um etwa ein Drittel höher als bei Männern Anfang der 20er. Spermien scheinen durch anhaltende Reproduktion zu leiden.

Kinder älterer Männer haben häufiger Depressionen
© sxc

Kinder haben offenbar ein höheres Risiko, eine manisch-depressive Psychose zu entwickeln, wenn ihre Väter bei der Zeugung bereits ein fortgeschrittenes Alter erreicht hatten. Wie eine schwedische Studie zeigt, liegt das Risiko bei Männern ab 55 Jahren um etwa ein Drittel höher als bei Männern Anfang der 20er.

Risiko steigt
Studienleiterin Emma Frans vom Karolinska Institut in Stockholm führt die Differenz darauf zurück, dass sich die Zellen für die Fortpflanzung bei den Männern im Laufe des Lebens immer wieder teilen. So steige mit den Jahren das Risiko genetischer Veränderungen.

Stimmungsschwankungen
Die manische Depression oder auch bipolare Störung führt bei den Betroffenen zu extremen Stimmungsschwankungen zwischen gedrückten und euphorischen Stimmungen. Für die schwedische Studie wurden die Daten von 13.000 Manisch-Depressiven ausgewertet. Das Alter der Mutter ist für die Entwicklung der Krankheit bei den Kindern offenbar irrelevant. Auch bei anderen psychischen Krankheiten liegen Hinweise darauf vor, dass ein fortgeschrittenes Alter des Erzeugers mitverursachend wirkt. Dies gilt für die Schizophrenie und den Autismus.


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