24. Oktober 2007 12:14

Im Check 

"Konsument" testete Schnupfen-Mittel

Rezeptfreie Schnupfenmittel im Check: "Konsument“ rät: Zu Präparaten ohne Konservierungsstoffe greifen.

"Konsument" testete Schnupfen-Mittel
© DPA/Lux

Die kalte Jahreszeit naht unerbittlich und damit auch die eine oder andere Erkältung. Bereits erste Symptome sollten ernst genommen werden, da sich eine relativ harmlose Erkältung zu einer unangenehmen bakteriellen Nebenhöhlenentzündung auswachsen kann. "Konsument“ hat 21 rezeptfreie Präparate zur Behandlung von Schnupfen bzw. zur Pflege der Nasenschleimhaut untersucht...

Präparate ohne Konservierungsstoffe
Das nicht wirklich überraschende Ergebnis: Auch in Apotheken angebotene Mittel können die Symptome nur vorübergehend lindern, gegen die viralen Erreger selbst gibt es keine wirksamen Arzneimittel. Für die kurzfristige Anwendung eignen sich vor allem Präparate ohne Konservierungsstoffe.

So wirken die Schnupfenmittel
Die meisten der getesteten Schnupfenmittel bewirken ein oberflächliches Abschwellen der Nasenschleimhaut, durch den verbesserten Sekretabfluss reduzieren sie die Vermehrungsrate der Krankheitserreger. Vorteil dieser Präparate: Sie wirken lokal und werden nur geringfügig ins Blut aufgenommen. Bei Kindern sollten dennoch prinzipiell nur entsprechend ausgelobte Mittel verwendet werden. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder erhöhtem Augeninnendruck bzw. Personen, die bestimmte Antidepressiva einnehmen, sollten vor der ersten Anwendung ihren Arzt kontaktieren.

Nur für fünf bis sieben Tage
"Schnupfenmittel sollten nur bei wirklich starken Beschwerden und maximal drei Mal täglich über einen Zeitraum von allerhöchstens fünf bis sieben Tagen angewendet werden“, erklärt "Konsument“-Experte Thomas Tobisch. Bei langfristiger Verwendung wird die Nasenschleimhaut angegriffen bzw. nachhaltig geschädigt, es kommt zur sogenannten "Nasentropfen-Nase“. Diese ist erst recht anfällig für Erreger.

Nur 7 Präparate geeignet
Nur sieben Präparate – allesamt frei von Konservierungsstoffen – stuft das Testmagazin als "geeignet“ ein. Als "Wenig geeignet" wurde die "Piniment Nasensalbe“ beurteilt – die Substanz Ephedrin wirkt über den Blutkreislauf und kann unerwünschte Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System auslösen. Auch drei Mittel zur Befeuchtung und Pflege der Nasenschleimhaut wurden getestet. Diese können alleine oder ergänzend zu den Schnupfenmitteln verwendet werden. Nur "mit Einschränkung geeignet“ ist "Coldistop Nasenöl“, das neben Vitamin A und E auch ätherische Öle enthält. Grund: Neben der nicht belegten Wirkung der Vitamine schränken die ätherischen Öle mitunter die Funktion der Flimmerhärchen ein. Im Extremfall kann das Einatmen des Öles sogar zu einer Öl-Lungenentzündung führen.

Was noch hilft
Dass man sich dank Spray und Tropfen besser fühlt, sollte aber auf keinen Fall dazu verleiten, dem Organismus zu viel zuzumuten. "Ausreichend Ruhe und Flüssigkeitszufuhr, aber auch Dampfbäder und Nasenspülungen mit Salzwasser sind noch immer die beste Medizin. Auch die Umstellung der Ernährung kann hilfreich sein. So bringen beispielsweise scharf gewürzte Suppen die Schleimhäute zum Abschwellen“, informiert Tobisch.

Details zum Test und wie man Schnupfen vorbeugen kann, erfahren Leser im November-"Konsument“.


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