23. September 2009 15:33

Neue Hoffnung 

Anti-Krebs-Gen entdeckt

Forscher fanden ein Gen, das die Produktion von Killer-Zellen im Blut steuert. Es tötet auch Tumorzellen.

Anti-Krebs-Gen entdeckt
© getty Images

Krebs mit körpereigenen Waffen besiegen – das ist die Vision der Medizin im 21. Jahrhundert. Britische Wissenschaftler sind diesem Ziel einen großen Schritt nähergekommen. Im Zuge ihrer Leukämie-Forschungen entdeckten sie ein Schlüssel-Gen, das Krebszellen töten kann. E4bp4, so der wissenschaftliche Name dieses Erbgutabschnitts, regt die Bildung von Blut-Stammzellen im Rückenmark an. Diese verwandeln sich daraufhin in natürliche Killer-Zellen – sogenannte NK-Zellen.

Wie die körperliche Abwehr gegen Krebs angeregt wird
Natürliche Killerzellen stellen eine Untergruppe der weißen Blutzellen oder Leukozyten dar und sind eine wichtige Truppe in der körperlichen Abwehr. Sie sind in der Lage, abnormale Zellen, wie Tumorzellen und virusinfizierte Zellen, zu erkennen und abzutöten. „Wenn wir es schaffen, die Blutstammzellen eines Patienten dazu anzuregen, mehr NK-Zellen zu bilden, könnten wir vielleicht gezielt gegen Krebs vorgehen – mit einer körpereigenen Waffe“, so Studienleiter Hugh Brady.

Eine Hoffnung, die auch Hormonexperte Johannes Huber teilt: „Die Aktivierung von Stammzellen wird die Medizin in den nächsten Jahrzehnten revolutionieren. Vor allem in der Krebstherapie.“


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