24. April 2009 08:45

Vorsicht! 

Krebsrisiko vom Grill

Studie zeigt: Scharf angebratenes Fleisch erhöht Risiko für Speiseröhrenkrebs.

Krebsrisiko vom Grill
© sxc

Fleisch sollte möglichst bei niedriger Temperatur gegrillt oder gebraten werden. Denn der Verzehr von angebranntem Fleisch erhöht einer US-Studie zufolge deutlich das Risiko für Speiseröhrenkrebs. Die Forscher der Universität von Minnesota erklären dies damit, dass an den verkohlten Stellen vermehrt krebserregende Stoffe entstehen.

Höheres Risiko
Der Untersuchung zufolge haben Menschen, die gut durchgebratene Steaks bevorzugen, ein 70 Prozent höheres Risiko für eine Pankreaskarzinom als jene, die lieber weniger durchgegartes Fleisch essen. "Wir können zwar nicht mit letzter Sicherheit sagen, dass das erhöhte Risiko an den Karzinogenen in verbranntem Fleisch liegt", betont Studienleiterin Kristin Anderson. "Aber wer gerne gebratenes oder gegrilltes Fleisch isst, sollte entweder die Hitze reduzieren oder die angebrannten Stellen wegschneiden."

Tipps
Man solle das Fleisch am besten nur so stark erhitzen, dass alle Keime abgetötet würden, empfahl sie auf einer Krebsforscher-Tagung in Denver. Zusätzlich lasse sich das Krebsrisiko senken, indem man Fleisch wenige Minuten in die Mikrowelle lege und vor dem Grillen oder Braten den Saft abgieße. Insgesamt hatten die Forscher die Entwicklung von 62.000 Menschen verfolgt. 208 Teilnehmer erkrankten im Lauf von neun Jahren an einem Pankreaskarzinom.


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