21. Oktober 2008 09:55

Wunderwaffe 

So gesund ist Kaffee wirklich

Das Koffeingetränk schützt vor Diabetes und Krebs. Vier Tassen pro Tag sind nicht gesundheitsschädlich.

So gesund ist Kaffee wirklich
© sxc
So gesund ist Kaffee wirklich
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Lange Zeit galt Kaffeekonsum als schädlich. Doch seit Jahren häufen sich Hinweise darauf, dass das anregende Koffeingetränk die Gesundheit schützen kann.

Beschwerden
Vielleicht wäre das Getränk noch beliebter, würden sich Sorgen über schädliche Folgen des Konsums nicht hartnäckig halten. Das liegt hauptsächlich an den Beschwerden, die wohl schon jeden Kaffeetrinker nach dem Konsum großer Mengen heimgesucht haben: Übelkeit, Unruhe, Pulsrasen, Schlaflosigkeit.

Schlechter Ruf
Aber auch abgesehen von diesen Unpässlichkeiten haftete dem Getränk lange ein schlechter Ruf an. Kaffee erhöhe das Diabetesrisiko, den Blutdruck, die Cholesterinwerte und entziehe dem Körper Wasser, hieß es. Die Vorwürfe sind mittlerweile weitgehend entkräftet. Den Blutdruck erhöht Kaffee allenfalls kurzzeitig, auch der Harndrang steigt nur vorübergehend an.

1. Erhöht den Blutdruck
Da Koffein den Blutdruck erhöht, galt Kaffee bisher als ungesund für Herz und Kreislauf. Doch Koffein in Form von Kaffee erhöht den Blutdruck kaum, viel weniger als Koffein in reiner Form oder zum Beispiel in Cola. Nur Kaffee aus der Espressomaschine enthält Fette, die das Cholesterin im Blut ansteigen lassen. Menschen mit Herzerkrankungen sollten sich deswegen über ihren Kaffeekonsum mit ihrem Arzt abstimmen.

2. Schutz vor Krebs
Eines der meistgenannten Vorurteile bei Kaffee war bisher, dass die enthaltenen Säuren den Magen angreifen. Dies konnte jedoch nach letzten Studien nicht bestätigt werden. Lediglich empfindliche Menschen reagieren auf den leicht erhöhten Salzsäurespiegel. Dies kann aber genau so gut durch andere Lebensmittel hervorgerufen werden. Kaffee stand stets im Verdacht ein Verursacher von Magenkrebs zu sein. Das konnte nie bewiesen werden. Neueste Studien belegen jetzt sogar das Gegenteil. So soll Kaffee das Brustkrebsrisiko senken und vor Blasen- und Dickdarmkrebs schützen.

3. Positiv für Nervensystem
Ein positiver Effekt von Koffein zur Vorbeugung gegen Parkinson wird diskutiert. Fest steht aber, dass durch Koffein die Produktion des Nervenbotenstoffs Dopamin angeregt wird, der bei einer Parkinsonerkrankung vom Körper nicht mehr selbst produziert werden kann. Auch der Ausbruch von Alzheimer könnte durch regelmäßiges Zuführen von Koffein verzögert werden.

4. Kaffee senkt Diabetesrisiko
Neben dem Schutz vor Krebs wird Kaffee auch eine positive Wirkung auf die Diabetesanfälligkeit zugeschrieben. So ergaben amerikanische Studien, dass Kaffee das Risiko für Diabetes vom Typ 2 bei Männern, die mehr als sechs Tassen Kaffee pro Tag trinken, um fünfzig und bei Frauen um fast dreißig Prozent reduziert.

5. Kaffee enthält wertvolle Antioxidanten
Antioxidantien gelten als Fänger schädlicher freier Radikale im Organismus.

6. Kaffee macht schlank
Zumindest ein bisschen. Nach zwölf Jahren wogen fleißige Kaffeetrinker im Durchschnitt etwa ein Pfund weniger als Kaffee-Abstinenten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfzigtausend Personen in den USA.

4 Tassen erlaubt
Gegen den täglichen Genuss von bis zu vier Tassen Kaffee mit 350 Milligramm Koffein hat die DGE nichts einzuwenden. Lediglich während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Kaffeetrinkerinnen kürzertreten und den Konsum auf ein bis zwei über den Tag verteilte Tassen begrenzen.

Wer soll verzichten?
Schwangere und Stillende sollten ihren Kaffeekonsum auf maximal zwei Tassen am Tag beschränken, denn Föten und Säuglinge reagieren viel empfindlicher auf Koffein. Dadurch kann es zu Nebenwirkungen oder Schädigungen kommen. Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen sollten ihren Kaffeekonsum mit dem Arzt abklären.

Foto: (c) sxc


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