06. Juli 2010 09:37

Tag des Kusses 

Schmatz! Küssen Sie sich gesund

Gesundmacher: Wer oft küsst, lebt länger und hat bessere gesundheitliche Werte.

Schmatz! Küssen Sie sich gesund
© Niesner

Der "Internationale Tag des Kusses" am 6. Juli bietet Anlass, dem Kuss genauer auf den Grund zu gehen. Wir sagen Ihnen, was Küssen so alles bewirken kann.

Küssen ist die Superwaffe gegen Stress. Beim Küssen steigt der Herzschlag bei Männern auf 110 Schläge pro Minute, bei der Frau auf 108. Das bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung. Auch die Lunge wird beim Küssen trainiert. Statt normaler 20 Atemzüge pro Minute sind es während des Kusses und kurz danach bis zu 60 Atemzüge

Glückshormone
Küssen baut Stress ab, bekämpft depressive Zustände, Frustrationen und Ängste. Warum ist das so? Haben Lippen und Zungen zueinander gefunden, sondert die Bauchspeicheldrüse verstärkt Insulin ab, die Nebenniere schüttet das Hormon Adrenalin aus. Das bringt den gesamten Organismus in Wallung.

Beim Kuss durchströmen Glückshormone den Körper. Das Immunsystem kommt auf Hochtouren und schickt Abwehrzellen durchs Blut. Küssen stärkt so die körpereigene Abwehr, weil die Killerzellen im Blut aktiviert werden. Wer ioft und ausgiebig küsst, steigert seine Lebenserwartung auch um bis zu fünf Jahre.

Schmerzmittel
Küssen und Streicheln wirkt auch gegen Kopfschmerzen und Co. Sogar für die Zähne ist das Küssen gut. Der vermehrte Speichelfluss löst Zahnbelag. Auch die Haut wird gestrafft und verfärbt sich rosa.

Wissenswertes über den Kuss
- Durchschnittlich küsst jeder Mensch bis zu seinem 70. Lebensjahr 110.000 Minuten
- Beim Küssen werden 34 Gesichtsmuskeln aktiviert. Dadurch können bei häufigem Küssen Falten geglättet und die Faltenbildung verhindert werden.
- Zwei Drittel der Menschen neigen den Kopf während dem Kuss nach rechts
- Ein einminütiger Kuss verbraucht ca. 20 Kalorien.

Unterschiede bei Mann und Frau
Umfangreiche Grundlagenforschung zum erotischen Kuss leisteten Forscher 2007 in den USA. Sie fanden große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. So kann sich die Mehrheit der Männer Sex ohne Küssen vorstellen. Bei den Frauen halten das mehr als 80 Prozent für unmöglich. Und die Bereitschaft, mit einem schlecht küssenden Partner zu schlafen, ist bei den Männern dann auch etwa doppelt so hoch.

Die Forscher halten fest, dass die beiden Geschlechter mit dem Küssen unterschiedliche Strategien verfolgen. Vereinfacht gesagt küssen Männer nur, um im Bett zu landen. Frauen jedoch nutzen den Kuss wie eine feine Antenne. Das helfe ihnen anfangs bei der Wahl des richtigen Partners. Doch auch während der Beziehung liefere ihnen das Küssen unbewusst wichtige Angaben - etwa über die Treue des Mannes.


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