19. Mai 2008 10:09

Strahlend 

Lächeln wie die Hollywood-Stars

Fast niemand ist mit perfektem Gebiss gesegnet: Diese Methoden machen Zähne schöner.

Lächeln wie die Hollywood-Stars
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Strahlefrau Cameron Diaz (35) soll sich mit folgendem Bekenntnis geoutet haben: „Was nützt mir der coolste Haarschnitt, wenn die Zähne nicht perfekt sind?“ Ihr – mittlerweile perfektes – Lächeln soll die Hollywood-Schöne regelmäßig absolvierten Bleachings verdanken, die die Zähne aufhellen.

Filmreif lachen
Die Investition in Bleachings, Veneers oder Zahnspangen ist in Hollywood freilich so selbstverständlich wie hierzulande der Friseurbesuch. Ein hinreißendes Lächeln mit makellosen Zähnen gilt als Markenzeichen der Hollywood-Elite: Weder Julia Roberts, noch Tom Cruise sind von Natur aus mit derart filmreifen Zähnen gesegnet. Die gute Nachricht: „Fast jedes Gebiss lässt sich zum Strahlen bringen“, weiß der Wiener Dentist Ernst Weinmann. „Zweimal tägliches Zähneputzen sowie regelmäßige Termine beim Zahnarzt zur Kontrolle und zur Mundhygiene sind die Voraussetzung. Doch dank moderner Zahnmedizin gibt es viele weitere Möglichkeiten, die Zähne perfekt zu gestalten.“ Gemeinsam mit der Zahnärztin Bibi Guggenberger-Garstenauer aus Klosterneuburg beantwortet der Dental-Spezialist in MADONNA die wichtigsten Fragen zum aktuellen Thema „Mundhygiene und Zähne“:

1 Sind elektrische Zahnbürsten besser für die Zähne als manuelle?
Ob die gute alte Handzahnbürste oder das elektrische Pendant, ist mit der richtigen Putztechnik egal. Zahnarzt Ernst Weinmann empfiehlt beim Kauf einen Blick auf die Borsten zu werfen: „Diese sollten nicht zu hart sein, eventuell kann man man auch zu abgerundeten Borsten greifen.“ Eine elektrische Zahnbürste hat aber gewisse Vorteile, so Weinmann: „Sie poliert gleichzeitig die Zähne.“ Auf folgende Punkte sollten Sie bei elektrischen Zahnbürsten achten: Mit unterschiedlich langen Borsten lassen sich die Zahnzwischenräume besser reinigen. Manuelle Zahnbürsten sollten hingegen ein überkreuztes Borstenfeld haben und die Borsten sollten aus Kunststoff sein, um ein Einnisten von Bakterien zu verhindern. Tauschen Sie Ihre Zahnbürste alle sechs bis acht Wochen aus!

2 Es scheint so leicht. Aber niemand weiß genau, wie man Zähne richtig putzt.
Beim Putzen gilt: Von Rot nach Weiß, also beim Zahnfleisch beginnen und mit kreisenden Bewegungen in Richtung Zahn-Ende gehen. Mindestens zweimal täglich sollte Zähne putzen am Plan stehen und zwar idealerweise morgens und abends. Profi-Tipp von Dr. Weinmann: „Vorsicht beim Druck. Manche elektrische Zahnbürsten melden, wenn man zu fest aufdrückt.“

3 Ist es wirklich wichtig, mit welcher Paste ich meine Zähne putze?
Ja. Eine gute Zahncreme schützt die Zähne vor Karies und härtet den Zahnschmelz. Deswegen sollte Zahnpaste immer Fluorid enthalten. Am besten sind Zahnpasten mit Natriumfluorid oder Aminfluorid (steht auf der Verpackung), da diese besonders gut aufgenommen werden. Weinmann rät bei stark körnenden und bleichenden Pasten zur Vorsicht. Diese können die Zahnoberfläche beschädigen (siehe auch Frage 6). Wer nachts mit den Zähnen knirscht, sollte Pasten mit Zinnfluorid nehmen, da beim Zähneknirschen der Zahnschmelz beschädigt wird und empfindlicher wird. Der Wirkstoff Zinnfluorid wirkt dem entgegen. Bei entzündetem Zahnfleisch hilft der Wirkstoff Triclosan.

4 Wie kann man die Zahnzwischenräume am besten reinigen?
Neben der richtigen Zahnbürste sollte auch täglich Zahnseide verwendet werden, da sich sonst Bakterien in den Zwischenräumen ansiedeln. Gehen Sie mit der Zahnseide gleich nach dem Zähneputzen ans Werk, noch bevor Sie Ihren Mund ausspülen. Auf die Art gelangen die Fluoride dorthin, wo sie hinsollen. Wie wendet man Zahnseide richtig an? Ernst Weinmann: „Die Zahnseide wird vorsichtig über den Kontaktpunkt gezogen. Dann wird mit Hubbewegungen bis zum Zahnfleisch die Vorderseite des einen beziehungsweise die Rückseite des anderen Zahnes gereinigt. Größere Zahnzwischenräume oder prothetische Arbeiten wie Brücken und Implantate lassen sich mit schaumstoffverbreiterten Zahnseiden (Superfloss) am besten säubern.“ Gewachste Zahnseide hat den Vorteil, dass sie sich leichter halten lässt. Bürstchen sind nur für große Zahnzwischenräume geeignet. Mundduschen können zusätzlich zur Zahnseide verwendet werden, ersetzen diese aber nicht!

5 Kinder verlieren ihre Milchzähne ohnehin. Warum ist die Zahnpflege trotzdem so wichtig?
Karies kann bei Milchzähnen die Entwicklung der zweiten Zähne ein Leben lang stören. Die zweiten Zähne wachsen dann nicht richtig nach und es kann zu Kiefer-problemen und Fehlstellungen der Zähne kommen. Experte Weinmann: „Bei Kindern ist der empfindliche Zahnschmelz oft durch den übermäßigen Genuss von zuckerhaltigen Limonaden besonders gefährdet, ebenso durch Schokolade und klebrige Süßigkeiten. Daher sind regelmäßige Kontrollen, Zahnpflege-Schulungen und fluoridhaltige Zahnpaste so wichtig.“

6 Was kann ich selbst für strahlend-weiße Zähne tun? Sind weißmachende Zahncremes empfehlenswert?
„Ja. Sie enthalten mehr Schleifkörper und können bei rasch wieder auftretenden Verfärbungen durch Rauchen oder Tee trinken sinnvoll sein“, erklärt Dentistin Guggenberger-Garstenauer. Aber: Gefahr bei zu häufiger Verwendung sind Erosionen – also eine dauerhafte Schädigung des Zahnfleisches. Nichts hält die Expertin von Zahncremen, die Bleichmittel enthalten: „Die Einwirkzeit ist viel zu kurz, um eine aufhellende Wirkung zu entfalten. Die Verdünnung durch Speichel ist zu groß.“

7 Richtig weiß werden Zähne mittels Bleaching. Wie genau funktioniert das Bleaching beim Zahnarzt?
Der Zahnarzt deckt das Zahnfleisch ab und lässt ein hoch konzentriertes Bleichmittel etwa 45 Minuten auf die Zähne einwirken. „Dieses Verfahren ist vor allem dann günstig, wenn die Verfärbungen nicht gleichmäßig, sondern fleckig sind. Die Bleich-Wirkung kann durch Bestrahlung mit speziellem Licht noch intensiviert werden“, weiß Guggenberger-Garstenauer. Der Erfolg hält bis zu drei Jahren; die Behandlung kann dann wiederholt werden. Kosten pro Kiefer: 180 bis 200 Euro.

8 Ähnlich viel kostet das „Home Bleaching.“ Ist das auch empfehlenswert?
Guggenberger-Garstenauer: „Ja. Es ist bei richtiger Handhabung ebenfalls unschädlich für die Zähne. Beim Home Bleaching werden individuell angepasste Schienen täglich mindestens drei Stunden – meist über Nacht – für 10 bis 14 Tage getragen. Davor wird vom Patienten jedes Mal eine kleine Menge Bleichmittel in die Schiene eingebracht.“ Das Ergebnis hält ein bis vier Jahre lang. Riskanter ist Homebleaching mit fertigen Folien: „Der Effekt am Unterkiefer ist nicht so perfekt, da die Folie durch den Speichelfluss nicht so gut hält. Und es kommt oft zu Zahnfleischentzündungen“, warnt die Expertin.

9 Hollywood-Stars schwören auf Veneers. Was genau ist das?
„Veneers sind Keramikschalen mit aufwendiger Herstellung und Anpassung – aber sehr schönem ästhetischem Ergebnis. Es ist wie ein Designer-Mäntelchen für den Zahn“, illustriert Guggenberger-Garstenauer. Form und Oberfläche von verfärbten oder schiefen Zähnen können so optimiert werden. Bei der Vorbereitung muss zunächst etwa 0,7 bis ein Millimeter Zahnschmelz abgetragen werden; dann werden die Keramikschalen im gewünschten Farbton aufgesetzt. Ein Veneer hält etwa zehn Jahre. Kosten pro Zahn: 700 bis 800 Euro.


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