29. Jänner 2010 10:01

Studie zeigt 

Langsames Atmen lindert Schmerz

Methode versagt bei traurigen oder depressiven Menschen.

Langsames Atmen lindert Schmerz
© sxc

Langsames Atmen kann Schmerzen lindern. Senkt man die Atemfrequenz um die Hälfte, so werden schmerzhafte Reize einer Studie zufolge als weniger quälend empfunden. Bei sehr traurigen oder depressiven Menschen versagt die Technik allerdings. In der Untersuchung erhielten gesunde Frauen sowie Patientinnen mit der chronischen Schmerzerkrankung Fibromyalgie Hitzereize auf die Handflächen. Die Teilnehmerinnen sollten dabei entweder normal atmen oder ihre Atemfrequenz halbieren und danach die Stärke des Schmerzes einordnen.

Atemtechnik
Bei den gesunden Frauen verringerte langsames Atmen das Schmerzempfinden. In der zweiten Gruppe profitierten dagegen davon nur jene Fibromyalgie-Patientinnen, die nicht in gedrückter Stimmung waren, wie die Forscher des Barrow Neurological Institute im US-Bundesstaat Arizona im Fachblatt "Pain" schreiben. Waren die Frauen traurig oder depressiv, linderte die Atemtechnik den Schmerz nicht. "Wer noch etwas positive Energie in der mentalen Batterie übrig hat, kann langsames Atmen ebenso zur Schmerzsenkung nutzen wie gesunde Menschen", folgert Studienleiter Arthur Craig.


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