12. August 2010 11:23

AGES 

Lebensmittel in Österreich sind sicher

Untersuchungen zeigen: Kaum gesundheitsschädliche Produkte.

Lebensmittel in Österreich sind sicher
© sxc

Lebensmittel in Österreich sind heutzutage so sicher wie nie zuvor: Von über 30.000 Proben, die 2009 im Zuge der amtlichen Kontrolle untersucht wurden, mussten lediglich 0,7 Prozent als gesundheitsschädlich beurteilt werden. Für diese hohe Lebensmittelsicherheit sorgen hohe Qualitätsstandards und ein dicht geknüpftes Netz von Kontrollen, das bei den Erzeugern beginnt und bei EU-weiten Überwachungsprogrammen endet.

Untersuchungen
In Österreich erstellt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Zusammenarbeit mit der AGES und der Lebensmittelaufsicht der Länder jedes Jahr einen Proben- und Revisionsplan, welche Lebensmittel und wie viele davon kontrolliert werden müssen. Zusätzlich werden auch so genannte Schwerpunktkontrollen geplant, d. h. bestimmte Warengruppen werden gezielt untersucht. Darüber hinaus gibt es noch Probenpläne im Zuge von Überwachungs-Programmen, die von der Europäischen Union vorgegeben werden. Eine klare Effizienzsteigerung der Kontrolltätigkeit brachte die Etablierung von sogenannten risikobasierten integrierten Kontrollplänen: Der Schwerpunkt der Kontrollen wurde von der Endproduktkontrolle dahin verlagert, wo Risken tatsächlich auftreten. Dadurch ging die Zahl der Lebensmittelkontrollen bei den Endprodukten zwar zurück, dieser Rückgang wurde aber durch die vermehrte Zahl von Kontrollen im gesamten Produktionsprozess wettgemacht. Die Logik dahinter: Je früher im Produktionsprozess Mängel erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Mängel im Endprodukt vorkommen.

Schutz vor Täuschung
Lebensmittel sind insgesamt sicherer geworden. Neue Technologien und Entwicklungen auf dem Lebensmittelsektor führen aber zu einer gewissen Verunsicherung bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Schlagworte wie "Schummelschinken", "Analogkäse", "Klebe-" oder "Sauerstofffleisch" wecken diffuse Ängste vor unbekannten Gefahren. Diese Gefahren existieren zwar nicht - Schummelschinken und Analogkäse sind nicht gesundheitsschädlich -, allerdings erfüllen derartige Erzeugnisse häufig auch nicht die Erwartungen der Verbraucher/-innen. "Täuschungsschutz" ist daher ebenfalls eine wesentliche Aufgabe der Lebensmittelkontrolle.

Gerade auf derartige Fälle neuer Lebensmitteltechnologien ist die AGES spezialisiert: Mittels DNA-Analysen und histologischen Untersuchungen werden z. B. für die Fleischwarenerzeugung unerlaubte oder minderwertige Gewebe nachgewiesen. So werden so genannte "Schummelprodukte", wie z. B. Schinken mit zu hohem Wassergehalt oder "Käse", der keine Milch enthält, schnell entdeckt.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |