10. Dezember 2007 10:19

Migräne 

Lieber auf Kopfschmerzmittel verzichten

Kopfschmerzmittel sollten nicht öfter als zehn mal pro Monat eingenommen werden, sonst drohen mehr Migräne-Attacken.

Lieber auf Kopfschmerzmittel verzichten
© Inge Prader

Medikamente gegen Kopfschmerzen oder Migräne sollten nicht häufiger als zehn Mal im Monat und nicht länger als drei Tage in Folge eingenommen werden. Denn sonst könne sich ein Dauerkopfschmerz entwickeln, warnt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen. Besonders betroffen von dieser Folge des Übergebrauchs von Medikamenten seien Migräne-Patienten.

Mehr Migräne-Attacken
Durch den zu häufigen Einsatz solcher Arzneimittel könne sich die Zahl der Migräne-Attacken erhöhen, erklärt der Kölner Neurologe: "Werden andere, meist frei verkäufliche Schmerzmittel zu oft eingesetzt, kommt ein dumpf drückender Kopfschmerz hinzu." Habe sich ein Dauerkopfschmerz erst einmal entwickelt, müsse die Einnahme von Kopfschmerzmedikamenten für etwa 14 Tage ausgesetzt werden. Diese Maßnahme helfe 80 Prozent der Betroffenen.

Entspannungstechniken
Um der Entstehung eines Dauerkopfschmerzes vorzubeugen, sollten Patienten auch auf nicht-medikamentöse Vorbeugungsmaßnahmen zurückgreifen: "Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung oder Biofeedback helfen, Stress abzubauen und wirken damit einem der entscheidenden Auslöser für Migräne entgegen", empfiehlt Beil. Auch Ausdauersportarten wie Schwimmen, Fahrradfahren oder Nordic Walking könnten dazu beitragen, die Häufigkeit von Migräneattacken zu verringern. Bei häufigen Kopfschmerzen oder chronischer Migräne, sollte unbedingt ein Neurologe aufgesucht werden, der die Beschwerden gezielt behandeln könne.


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