12. Februar 2008 10:50

Studie 

Light Produkte machen dick

US-Studie beweist: Künstliche Süßstoffe machen erst recht hungrig und schaden daher der Figur.

Light Produkte machen dick
© sxc

Wissenschaftler der Purdue University haben gezeigt, dass ein süßer Geschmack ohne Kalorien den Heißhunger richtig anheizt. Wer also abnehmen möchte, sollte nicht zu Light-Produkten greifen. Der Körper wird durch die Kombination von Süße und fehlenden Kalorien offenbar verwirrt und verlangt noch mehr Nährstoffe.

Versuch mit Ratten
Im Versuch der Forscher erhielt eine Gruppe von Ratten Joghurt mit Saccharin, eine zweite Joghurt mit Glukose. Zusätzlich erhielten beide Gruppen ausreichend andere Nahrungsmittel. Die Tiere, denen mit Saccharin gesüßtes Joghurt verabreicht wurde, nahmen generell mehr Kalorien zu sich als jene, die mit Zucker gesüßtes Joghurt bekamen. Zudem bildeten die mit künstlichem Süßstoff gefütterten Ratten auch mehr Körperfett und konnten das Gewicht nicht zurückfahren.

Fettleibigkeit nimmt zu
Die Forscher glauben, dass Süßstoff zu Problemen bei der Kontrolle der Kalorienaufnahme führt, weil die Verbindung zwischen der Empfindung von Süßigkeit und Nahrung mit vielen Kalorien gestört wird. Möglicherweise sei das auch eine Erklärung dafür, dass die Fettleibigkeit seit dem Aufkommen künstlicher Süßstoffe derart rapide zugenommen habe, berichten sie im Fachmagazin Behavorial Neuroscience.

Körper wird getäuscht
"Die Untersuchungsergebnisse sind nicht überraschend", meint Alexa Leonie Meyer vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Wien. Es sei bekannt, dass künstliche Süßstoffe zu Heißhungerattacken führen. Offensichtlich ist es die Täuschung des Körpers, dass etwas Süßes kommt, die den Blutzuckerspiegel ansteigen lasse. "Das ausgeschüttete Insulin findet allerdings keinen Zucker zum Abbau. Dadurch sinkt der Blutzuckerspiegel ab und das führt dann zu den Heißhungerattacken." Die Experten am Institut für Ernährungswissenschaft raten daher, eher auf normal gesüßte Produkte umzusteigen, allerdings die Mengen an "Dickmachern" massiv zu reduzieren. "Es geht eigentlich darum, die Ernährungsgewohnheiten umzustellen", so Meyer.


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