10. Dezember 2009 14:14

WHO 

Menschen sind Tabakrauch ausgeliefert

Jährlich 600.000 Tote durch Passivrauchen.

Menschen sind Tabakrauch ausgeliefert
© sxc.hu

Mehr als 94 Prozent der Weltbevölkerung wird der WHO zufolge nicht durch Nichtraucherschutzgesetze geschützt. Diese Menschen seien der häufigsten vermeidbaren Todesursache ausgeliefert, teilte die Weltgesundheitsorganisation am Mittwoch, 9.12., in ihrem Bericht "Global Tobacco Epidemic" mit. Eine Politik, die Nichtraucher schütze, sei aber unabdingbar, um die gesundheitsschädigenden Folgen des Passivrauchens zu verringern.

Passivrauchen
Laut WHO sterben jedes Jahr rund 600.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens. Der wirtschaftliche Schaden belaufe sich auf mehrere Milliarden Dollar. Durch das Rauchen sterben insgesamt jedes Jahr mehr als fünf Millionen Menschen. Wenn nicht rasch gehandelt werde, könne die Zahl bis zum Jahr 2030 auf acht Millionen steigen, erklärte die WHO.

Zwar machte die WHO einige Fortschritte aus: 2008 verabschiedeten Kolumbien, Dschibuti, Guatemala, Mauritius, Panama, Sambia und die Türkei Nichtraucherschutzgesetze. Weltweit sind es damit 17 Länder. Doch viele Menschen stürben, wenn die Regierungen nicht rasch handelten, erklärte die WHO. "Die Tatsache, dass 94 Prozent der Weltbevölkerung nicht durch Nichtraucherschutzgesetze geschützt sind, zeigt, dass noch sehr viel mehr Arbeit zu tun ist", sagte WHO-Experte Ala Alwan.

Schädlich
Die Wissenschafter sind sich einig, dass Passivrauchen die Gesundheit schädigt und tödliche Krankheiten verursacht. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Raucher in den reichen Ländern wie den USA, Japan und in Westeuropa gesunken. Dagegen greifen in den Entwicklungsländern immer mehr Menschen zu Glimmstängeln.


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