13. Dezember 2009 08:19

Mit Aura 

Migräne erhöht Schlaganfall-Gefahr

Betroffene sollten andere Risikofaktoren wie Rauchen oder Antibabypille meiden.

Migräne erhöht Schlaganfall-Gefahr
© sxc

Menschen, die an Migräne mit Aura leiden, sind besonders Schlaganfall-gefährdet. Dies gilt vor allem für Frauen, die unter 45 Jahre alt sind, rauchen und die Antibabypille einnehmen, wie die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft betont. Migräne ist gerade bei jüngeren Menschen häufig. Bei jedem dritten Betroffenen kündigt sich der Kopfschmerz durch eine Aura an: Manche Patienten sehen Lichtblitze oder Zickzacklinien, bei anderen kommt es vorübergehend zu blinden Flecken. Auch Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen sind möglich.

Schlaganfall droht
Zeitlich unabhängig von den Kopfschmerzen erleiden Migränepatienten einer Studie zufolge doppelt so häufig einen Schlaganfall wie andere Menschen. "Für Migränepatienten sollte dies kein Grund sein, sich übertriebene Sorgen zu machen", erklärt Martin Grond von der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft. "Sie sind in der Regel in einem Alter, in dem Schlaganfälle sehr selten auftreten. Selbst bei einem zweifach erhöhten Risiko sind die absoluten Zahlen und damit die Gefahr für den einzelnen Migränepatienten extrem gering."

Auf Rauchen und Pille verzichten
Allerdings sollten Migränepatienten nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft weitere Risikofaktoren für einen Schlaganfall meiden. Dazu zählen bei jüngeren Frauen Rauchen und die Antibabypille. "Vor allem die Kombination beider Faktoren ist schon für Menschen ohne Migräne bedenklich", sagt Grond. "Kommt eine Migräne mit Aura hinzu, verzehnfacht sich das Schlaganfallrisiko."


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