20. November 2009 11:57

Studie zeigt 

Migräne verdoppelt Schlaganfallrisiko

US-Forscher werteten 21 Studien mit 620.000 Teilnehmern aus.

Migräne verdoppelt Schlaganfallrisiko
© Getty Images

Menschen mit Migräne haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Solche Kopfschmerzen steigern einer Studie zufolge die Wahrscheinlichkeit für einen durch Gefäßverschluss verursachten, ischämischen Schlaganfall um über das Doppelte. Geht die Migräne mit einer sogenannten Aura einher, ist die Gefahr bei Frauen sogar fast verdreifacht.

Migräne mit Aura
Die Forscher der Johns Hopkins Universität in Baltimore werteten 21 Studien mit insgesamt mehr als 620.000 Teilnehmern aus. Demnach steigerte regelmäßige Migräne die Gefahr für einen Gefäßverschluss im Gehirn um den Faktor 2,3. Gingen die Kopfschmerzen mit optischen Phänomenen einher, der sogenannten Aura, stieg das generelle Risiko um den Faktor 2,5, bei Frauen sogar um fast das Dreifache, wie Studienleiter Saman Nazarian auf einer Tagung in Orlando im US-Bundesstaat Florida betonte.

Risikofaktoren meiden
Der Mediziner rät Migränepatienten, andere Risikofaktoren für einen Schlaganfall zu vermeiden. Dazu zählen etwa Rauchen, Bluthochdruck, die Hormonersatztherapie oder die Einnahme der Antibabypille. Der durch Gefäßverschluss verursachte ischämische Schlaganfall ist weitaus häufiger als die hämorrhagische Form, die durch eine Blutung verursacht wird.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |