26. Mai 2009 09:07

Studie zeigt 

Musiktherapie hilft Schmerzpatienten

Bei zwei Dritteln der Patienten mit chronischen Schmerzen kann eine Musiktherpie helfen.

Musiktherapie hilft Schmerzpatienten
© sxc

Eine Musiktherapie kann einem Gutteil der Patienten mit chronischen Schmerzen helfen. Das zeigen die Studienergebnisse eines Heidelberger Teams von Schmerz- und Musiktherapie-Forschern um Thomas Hillecke von der Fakultät für Musiktherapie einer Hochschule in Heidelberg in Deutschland, die am Wochenende bei der 17. Wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Schmerzgesellschaft in Linz vorgestellt wurde.

Laut Hillecke wurden bereits mehrere auf Musik basierende Behandlungskonzepte entwickelt und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Einige Ergebnisse:

- 71 Prozent der Patienten mit chronischen Nicht-Krebs-Schmerzen, die unterstützend musiktherapeutisch behandelt wurden, zeigten eine klinisch signifikante Verbesserung, in einer Folgestudie waren es 68 Prozent

- Bei Patienten mit Tumorschmerzen ergaben Studienergebnisse eine klinische Verbesserung des kombinierten Zielkriteriums Beschwerdereduzierung und Therapiezufriedenheit bei 60 Prozent der musiktherapeutisch behandelten Patienten.

- Bei Kindern mit Migräne war die Reduktion der Attacken-Häufigkeit und die Therapiezufriedenheit der Musiktherapiegruppe nach der Intervention dem Medikament und dem Placebo klinisch signifikant überlegen. Bei Jugendlichen mit primären Kopfschmerzen reduzierte sich die subjektive, sensorische Schmerzstärke während der Behandlungsphase um bis zu 60 Prozent.

Zusätzlicher Nutzen
"Die moderne klinische Forschung zeigt eine eindeutige Wechselbeziehung zwischen körperlicher und psychischer Befindlichkeit", erklärte dazu der Salzburger Schmerzspezialist Günther Bernatzky. Musiktherapie könne zu allen anderen Behandlungsstrategien noch zusätzlich für Nutzen sorgen.


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