11. Mai 2010 09:57

Schöne Haut 

Narben müssen nicht sein

Moderne Silikonpräparate beugen auch gegen unschöne Narben, wirksam vor.

Narben müssen nicht sein
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Spuren von Operationen oder Unfällen auf der Haut müssen nicht sein. Moderne Silikonpräparate beugen auch gegen unschöne Narben, wirksam vor – vorausgesetzt, sie werden rechtzeitig und konsequent eingesetzt.

Wer will das nicht: Einfach gut aussehen! Narben, wie sie nach Operationen oder Unfällen entstehen können, können da zum Problem werden. Die gute Nachricht: „Es gibt immer bessere Mittel, die für schöne, glatt verschlossene Wunden sorgen“, sagt Univ.-Doz. Dr. Robert Müllegger, Primarius der Abteilung für Hauterkrankungen am Landeskrankenhaus Wiener Neustadt. „Auch bereits entstandene Narben können heute im Nachhinein korrigiert werden, durch Cortison, Laser oder eine erneute Operation. Viel besser und gefahrloser ist es jedoch, schon vorbeugend Mittel einzusetzen, die unschönen Folgen von Wundnarben und Schnitten verhindern können.“

Keine Narben
Ob sich überschießende oder auffällig gefärbte Narben bilden, hängt einerseits von der Erbanlage ab, andererseits aber von den konkreten Umständen: Unfallbedingte Wunden, sowie Operationswunden an „kritischen Stellen“ wie etwa dem Dreieck zwischen Decoltée und Nabel oder an stark gedehnten Bereichen wie Schultern oder Rücken zählen zu den besonderen Risiko-Kandidaten.

„Der diesbezügliche Gold-Standard der Medizin sind einfach anwendbare Silikonpräparate, die möglichst gleich nach der Bildung der Oberhaut oder nach dem Ziehen der Fäden eingesetzt werden sollten“, empfiehlt Prim. Müllegger.

Für kleinere Wunden gibt es seit wenigen Jahren das Dermatix®- Silikongel, das in wenigen Minuten trocknet und dann einen elastischen Film bildet. Der dehnt sich mit der Haut und ist überschminkbar – ein großer Vorteil, vor allem im Gesicht.

Bei größeren Wundbereiche sorgen Silikon-Pflaster für unauffällige Naben ein ganz neuartiges Dermatix®-Pflaster ist eben auf den Markt gekommen.

Bei wirklich großflächigen Wundbereichen ist aber jedenfalls ein Druckverband nötig. In diesen Fällen kann wiederum das Gel – unter dem Druckverband – zur Unterstützung eingesetzt werden.

Geduld wichtig
Neben dem rechtzeitigen Behandlungsbeginn ist der zweite Schlüssel zur nachhaltig schönen Haut das nötige Maß an Geduld. „Die Hautneubildung ist ein Prozess, der erst nach vielen Monaten zur Gänze abgeschlossen ist“, so Experte Müllegger. „Eine Silikontherapie – egal ob vorbeugend oder zur Besserung bereits entstandener Narben – sollte daher gut drei Monate lang durchgehalten werden.“

Prim. Univ.-Prof. Dr. Robert Müllegger, Vorstand der Abteilung für Dermatologie am Landesklinikum Wiener Neustadt und President Elect der Austrian Wound Association (AWA)

Nähere Informationen finden Sie hier!


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