09. März 2009 11:49

Schön straff 

Nie wieder Cellulite!

Freuen Sie sich auf den Frühling! Wir verraten die besten Straff-Tricks für Ihre Figur.

Nie wieder Cellulite!
© rts

Es gibt genau einen Grund, auf Männer neidisch zu sein: Selbst wenn sie kaum Sport betreiben, ein Bierbäuchlein oder gar ein Doppelkinn haben – ihre Schenkel zeigen sich dennoch nahezu dellenfrei und straff.

Frauen betroffen
„Cellulite ist tatsächlich ein Frauenproblem“, bestätigt die Wiener Allgemeinmedizinerin Veronika Lang, die die wissenschaftliche Abteilung des Kosmetikkonzerns Vichy (für Cosmetique Active bei L‘Oréal Österreich) leitet. Mehr als 80 Prozent aller Frauen sind von den unschönen Dellen an Po und Oberschenkeln betroffen. Expertin Veronika Lang: „Fast alle Frauen leiden unter Cellulite – in mehr oder weniger ausgeprägter Form. Der Grund: Frauen haben ein lockeres Bindegewebe mit parallel angeordneten Fasern, sodass das Relief des Fettgewebes an der Oberfläche in Form von Dellen sichtbar wird.“

Anders beschaffen ist die Hautstruktur der Männer: „Dort ist das Bindegewebe vernetzt. Deshalb bleiben sie von Cellulite weitgehend verschont“, erklärt Medizinerin Lang.

Abhilfe
Diese traurigen Wahrheiten stimmen angesichts des nahenden Sommers, in dem knappe Jeans-Shorts zum Mode-Must-Have erklärt werden, alles andere als euphorisch. Doch keine Sorge: Sie müssen Ihre Problemzonen nicht hinter Walle-Walle-Kleidern verstecken: Beginnend mit dieser Ausgabe verrät Ihnen MADONNA in einer dreiteiligen Serie die besten Rezepte für eine straffe Silhouette. Im ersten Teil erfahren Sie, wie Sie mit der richtigen Ernährung, einfachen Workouts und der optimalen Pflege den ungeliebten Dellen zu Leibe rücken.

Cellulite wegessen?
Auch wenn es ungewöhnlich klingt: Orangenhaut bekommt man tatsächlich mit dem richtigen Menüplan weg. Das Schlimmste, was Sie Po und Schenkeln (neben Zucker und Weißmehlprodukten) antun können, sind Crash-Diäten – sie verstärken das Problem nur. Als beste Strategie gegen die Pölsterchen hat sich neben vitalstoffreicher Vollwertkost der oftmalige Griff zur Wasserflasche bewährt: Wasser reinigt den Körper von innen, spült Giftstoffe aus der Haut, regt den Stoffwechsel an und „polstert“ die Haut mit Mineralstoffen und Feuchtigkeit auf. Zwei bis drei Liter Wasser (auch gut: Ackerschachtelhalmtee!) pro Tag dürfen es ruhig sein. Eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Cellulite dürfte – neben dem Fatburner Vitamin C in Obst und Gemüse – auch Kieselsäure spielen: Der Nährstoff (in Kartoffeln, Hirse, Vollkornreis, Haferflocken) sorgt für eine bessere Vernetzung der Bindegewebsfasern und kann so Schwachstellen (wie bei Cellulite) vermindern.

Pflege-News
Neues tut sich auch an der Pflege-Front: Die Anti-Cellulite-Produkte werden immer effektiver. So etwa entwickelte Figurpflege-Profi Vichy eine 14-Tage-Intensiv-Kur, die das Problem „Orangenhaut“ in nur zwei Wochen um 20 Prozent mindern soll. Nebenbei verlieren Anwenderinnen auch an Umfang: Im Schnitt je einen ganzen Zentimeter an Schenkeln und an der Problemzone über dem Knie. Und wer seine Haut nach der Kur weiter straffen möchte, kann dies mit einem Vichy-Gel, das praktischerweise gleich zusammen mit einem Massageroller verkauft wird. Der „Lipomasseur“ soll die Mikrozirkulation anregen und zusätzlich entschlacken: Idealerweise wird abends gerollt – und zwar von den Knien bis zur Hüfte.

Massage & Sport
Dass Massagen die Wirkung der Anti-Cellulite-Lotions fördern, bestätigt auch Medizinerin Veronika Lang. Wichtig: Starten Sie die Massage am rechten Knie und arbeiten Sie sich dann zupfend und knetend Richtung Hüfte hoch– auf diese Weise schonen Sie Ihr Herz. Dann folgt das linke Bein.

Moderne Aktivität
Die dritte Säule im Kampf gegen Orangenhaut heißt: moderate Aktivität. Besser als Sportarten mit abrupten Bewegungen wie Tennis oder Squash sind gelenkschonende Varianten, wie zum Beispiel Radfahren, Inlineskating, Schwimmen oder Walking. Bewährt hat sich auch Straffungs-Gymnastik für Beine und Po, mindestens dreimal pro Woche: Trainierte Muskeln tragen zur Körperstraffung bei und lassen die ungeliebten Hautdellen auch optisch verschwinden.

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Bikini-Kur. Bestimmte Nahrungsmittel kurbeln den Stoffwechsel an und helfen der Haut, neues, festes Bindegewebe zu binden. Das sind die Schlankmacher:

Obst & Gemüse
Sind das Anti-Cellulite-Food par excellence: Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe halten das Bindegewebe elastisch. Ideal: Fünf Portionen pro Tag!

Vollkornprodukte
Haben im Gegensatz zu Weißmehlware (ganz schlecht: Croissants!) einen niedrigen glykämischen Index. Das heißt, sie halten den Blutzuckerspiegel niedrig und verhindern so Heißhunger.

Milch und Milchprodukte
Milch und Milchprodukte (fettarmer Käse, Joghurt) versorgen den Körper mit Kalzium, das die Fettverbrennung ankurbelt.

Olivenöl
Olivenöl liefert mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die die Haut geschmeidig machen. Ideal als Salat-Dressing. Wichtig: Trotzdem sparsam dosieren!

Kartoffeln
Kartoffeln entwässern und sind reich an Kieselerde (strafft das Bindegewebe der Haut).


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