24. Juli 2009 11:25

Traurig 

Österreicher haben nichts zu lachen

Weniger als ein Mal pro Tag. Ein Prozent weint zumindest einmal am Tag.

Österreicher haben nichts zu lachen
© sxc

Die Österreicher haben zwar insgesamt doch mehr zu lachen als zu weinen. Aber für die Mehrheit gibt es weniger als ein Mal pro Tag einen Grund zur Erheiterung. Und immerhin ein Prozent der Österreicher weint zumindest ein Mal am Tag, 31 Prozent wenigstens einmal pro Monat. Das berichtete das Linzer Meinungsforschungsinstitut "Spectra" am Freitag. Es hat dazu im Juni persönliche Interviews mit 1.005 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Personen ab 15 geführt.

"Lachen macht glücklich"
Zwar sind 90 Prozent der Österreicher überzeugt: "Lachen macht glücklich". Fast ebenso viele sind der Meinung "gemeinsames Lachen verbindet" und "Lachen macht gesund". Aber nur 27 Prozent der Österreicher lachen mehrmals täglich, weitere 22 Prozent etwa einmal pro Tag. Das sind zusammen 49 Prozent. Die Mehrheit der Befragten lacht hingegen höchstens mehrere Male pro Woche. Drei Prozent kommt überhaupt nur einmal pro Monat ein Lacher aus, vier Prozent seltener als einmal. Bei den Männern gibt es sogar ein Prozent, das nach eigenen Angaben nie lacht.

Zu 90 Prozent geschieht ein Heiterkeitsausbruch in Beisein von anderen Personen. Neun Prozent können sich auch allein amüsieren. 29 Prozent haben gelacht, weil etwas Komisches passiert ist. Für 21 Prozent war ein Witz, für 20 Prozent das Lachen anderer der Auslöser. 18 Prozent haben einfach aus Freude gelacht.

Frauen weinen öfter
Beim Lachen zeigen beide Geschlechter eine ähnliche Häufigkeit. Beim Weinen ist das anders. Das Umfrageergebnis belegt die Vermutung, dass Frauen "näher am Wasser gebaut sind". 46 Prozent von ihnen sind zumindest einmal im Monat zu Tränen gerührt, Männer hingegen nur zu 13 Prozent. "Männer weinen nie" trifft nach eigenen Angaben auf 15 Prozent zu, "Frauen weinen nie" auf vier Prozent.

Geweint wird zu 61 Prozent allein, in 35 Prozent der Fälle waren andere Personen dabei. Die meisten - konkret 27 Prozent - weinten wegen des Verlustes einer Person . 14 Prozent weinten, "weil ich einfach traurig war", zwölf Prozent aus Wut oder Frustration. Bei drei Prozent kullerten die Tränen aus Freude, bei weiteren zwei Prozent aus Erleichterung.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |