17. Oktober 2008 11:50

Gute Nacht 

Österreicher schlafen sieben Stunden

Jeder vierte leidet an Schlafstörungen. Die besten Tipps wie Sie tief und fest schlafen.

Österreicher schlafen sieben Stunden
© sxc
Österreicher schlafen sieben Stunden
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Die Österreicher schlafen unter der Woche im Schnitt sieben Stunden pro Nacht und am Wochenende eine Stunde länger. Jeder zweite braucht nur zehn Minuten, um in das Land der Träume zu entschwinden und die Seitenlage ist beliebteste Position dabei. Das sind die Ergebnisse einer "Schlafstudie" von Marketagent.com, die in Österreich, der Schweiz und Deutschland durchgeführt worden ist.

Durchschlafprobleme
Laut der Studie leidet aber jeder Vierte an Schlafstörungen und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. Hat man dann endlich den Eintritt ins Träumeland geschafft, ist der Aufenthalt dann oft nur von kurzer Dauer. Nur einer von zehn Umfrage-Teilnehmern schläft die Nacht durch (elf Prozent), der Rest wacht mehr oder weniger oft ungewollt auf. Fast jeder Zweite liegt mindestens einmal pro Woche nachts wach. Rund 15 Prozent leiden täglich unter Störungen des Durchschlafens (14,8 Prozent) und in der Altersgruppe 50+ sind es sogar rund 25 Prozent.

Schlafstörungen beeinflussen Alltag
"Knapp 60 Prozent fühlen sich im Alltag durch ihre Schlafstörungen zumindest eher stark beeinflusst", so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. "Beunruhigend hoch ist auch der Anteil jener, die jeden Morgen zerschlagen aufstehen, obwohl sie eigentlich lang genug geschlafen haben." 37,7 Prozent kennen dieses Phänomen, das vor allem die Jungen plagt. Die Hälfte der Unter-30-Jährigen klagt morgens über Müdigkeit und Erschöpfung.

Mittags kommt das Tief
Weiters zeigt die Studie, dass einer von zwei Österreichern mittags von einem "Tief" heimgesucht wird. 12,8 Prozent haben sogar mehrere Tiefs über den Tag verteilt und 6,9 Prozent fühlen sich meist den ganzen Tag "down". Nur 14,7 Prozent geben an, tagsüber durchgehend fit zu sein.

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Man liegt im Bett, aber der Schlummer will einfach nicht kommen: In solchen Fällen haben schon die Großmütter ihre Hausmittelchen ausgepackt. Heute findet sich so einiges dazu im Internet: So sollen eine Tasse Tee mit Baldrian oder Zitronenmelisse und diverse Öle muntere Geister müde werden lassen. Auch in der Homöopathie finden sich Mittel und Wege, um ins Traumland zu gelangen. Wem das zu schwach ist, der greift zu Eiern, rohen Zwiebeln oder Bier.

Warme Milch mit Honig
Neben dem obligatorischen Glas warmer Milch mit Honig oder Anis soll auch saure Milch zum Abendessen gegen Einschlafprobleme helfen, ebenso frische Eier: Etwa zwei bis drei Stunden nach dem Legen das Eigelb mit Zitronensaft und Honig verquirlen und langsam trinken. Wunder wirken sollen auch Zwiebeln in Milch aufgekocht oder roh zu sich genommen. Aber auch mit Bier soll einem der Schlaf übermannen, da Hopfen müde macht. Wer die Wirkung verstärken will, erwärmt das "kühle Blonde" und süßt es mit etwas Honig.

Durchwachte Nächte
Wer es satt hat, die Nacht "durchzuwachen", kann auch eine kalte Ganzkörperwaschung durchführen und sich danach ohne abzutrocknen ins Bett legen. Kalte Wadenwickel oder Arm- und Kniegüsse sollen ebenfalls helfen. Polster mit Brennnesselblättern oder kleine Säckchen locker gefüllt mit Hopfen, Johanniskraut und Lavendel tun ebenfalls ihre Wirkung: Auf Brust oder unter den Kopf gelegt werden durch die Wärme beruhigende Düfte freigesetzt. Ein mit Rosenöl benetzter Wattebausch neben das Kopfkissen gelegt oder einige Tröpfchen Pfefferminzöl unter die Nase gerieben sollen Schlafhungrige ins Traumland führen.

Abendspaziergang
Simpel, aber wirkungsvoll sind ebenso Abendspaziergänge, Meditation und beruhigende Musik. Außerdem sollte man nur unter die Decke kriechen, wenn man wirklich müde ist und im Bett nichts anderes tun als schlafen - soll heißen: kein Fernsehen, Lesen oder gar Arbeiten. Sex findet sich übrigens auch auf der Liste der Müdemacher.

Die besten Schlummer-Tipps:
* Der Verzicht auf Nickerchen untertags, da diese den Schlafdruck vermindern.
* Eine angenehme Umgebung: kühles Raumklima, Licht- und Schalldämpfung, keine sichtbaren Stressfaktoren oder Uhren.
* Kurz vor dem Schlafen nicht viel Essen: ein übervoller Magen stört den Schlaf.
* Kein Koffein - abends auf Kaffee, Cola oder Schwarztee verzichten.
* Auch übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum wirken schlafstörend.
* Sport macht müde: Wer vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen körperlich aktiv war, schläft besser.
* Den Abend entspannt verbringen.

Foto: (c) sxc


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