13. Februar 2008 09:48

Infekte 

Ohne Risiko in die Sauna oder den Pool

Von der Piste in den Whirlpool: Was der Entspannung dient, kann Frauen krank machen. Schuld sind Keime in Schwimmbad und Sauna.

Ohne Risiko in die Sauna oder den Pool
© sxc

Wer im Thermalbad relaxt oder sportliche Längen im Schwimmbecken zieht, bekommt mitunter unliebsame Gäste. Denn überall lauern Keime, die, wenn die körpereigene Abwehr geschwächt ist, zu Entzündungen führen. Vor allem Frauen sind häufig von vaginalen Pilzerkrankungen und Harnwegs­infekten betroffen.

Florale Balance
Bei der gesunden Frau bildet eine hohe Anzahl von „Lactobazillen“ Schutz vor Infekten. „Sie sorgen für ein saures Milieu und halten damit Pilze und Bakterien fern“, erklärt Gynäkologe Freydun Ronaghi. Gerät die Vaginalflora aus der Balance, können lokal Joghurt-Tampons in Kombination mit der Einnahme von Ombe-Kapseln die Fraktion der Lactobazillen erhöhen.

Harnwegsinfekt
Eine geschädigte Vaginalflora begünstigt zudem Harnwegsinfekte. „Aber auch Östrogenmangel oder eine Senkung der Scheidenwand können zu häufigem Harndrang führen“, so Ronaghi. Preiselbeersaft und Vitamin C sind klassische Hausmittel bei Harnwegsinfekt. Wird der Infekt chronisch, müssen Antibiotika die Keime töten. Sind nicht Bakterien der Grund für zu häufigen Gang auf die Toilette, dann helfen sogenannte Acetylcholin-Blocker gegen Blasenschwäche. Das laut IMS-Statistik meist eingenommene Medikament gegen ständigen Harndrang ist Detrusitol.

Blase und Hirn
Im Normalfall wird der Harndrang über ein komplexes Zusammenspiel von Blase und Gehirn geregelt. Ein dabei wichtiger Mitspieler ist der Botenstoff Acetylcholin. Der in Detrusitol enthaltene Wirkstoff blockiert in der Blase die Rezeptoren für Acetylcholin und bremst somit die Aktivität der Blase.


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