23. August 2010 09:18

Untersuchung zeigt 

Paracetamol erhöht Risiko für Allergien

Höheres Risiko für Asthma, Ekzeme und Rhinokonjunktivitis.

Paracetamol erhöht Risiko für Allergien
© sxc

Das Schmerz- und Fiebermittel Paracetamol steigert bei Jugendlichen offenbar das Risiko für Allergien deutlich. Eine internationale Studie bestätigt den schon lange gehegten Verdacht, dass selbst die gelegentliche Einnahme des Präparats die Tendenz zu Asthma, Ekzemen und allergischem Schnupfen verstärkt.

Deutlich höheres Risiko
Das Forscherteam um Richard Beasley vom Medizinischen Forschungsinstitut in Neuseeland befragte in 50 Ländern mehr als 300.000 Heranwachsende zu Allergien und dem Gebrauch von Paracetamol. Im Vergleich zu Abstinenz ging die regelmäßige Einnahme des Mittels mit einer um das 2,5-fach höheren Asthma-Wahrscheinlichkeit einher. Selbst bei gelegentlichem Gebrauch war das Risiko noch um fast die Hälfte erhöht. In ähnlichem Maße stieg die Gefährdung für allergischen Schnupfen (Rhinokonjunktivitis). Auch Ekzeme traten bei Paracetamol-Nutzern stark gehäuft auf, wie die Forscher im "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" schreiben.

Zwar beweist die Studie nicht, dass das Medikament die Ursache dieser Allergien war. Aber etliche frühere Untersuchungen deuten stark auf einen solchen Zusammenhang hin. Diese Verbindung müsse dringend geklärt werden, betonte Beasley. Das Problem betreffe nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Schwangere und Erwachsene.


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