23. Jänner 2008 10:17

Zähne 

Parodontitis - Die schleichende Gefahr

Parodontitis kann unbehandelt zum totalen Verlust der Zähne führen. Abhilfe schaffen Mundhygiene und Probiotika.

Parodontitis - Die schleichende Gefahr
© sxc

Sie schmerzt nicht, entwickelt sich oft unbemerkt und kann zum schlimmsten Feind der Zähne werden: Parodontitis – früher fälschlich als Parodontose bezeichnet – gehört zu den heimtückischen Erkrankungen. „Die Entzündung des Zahnhalteapparats ist keine Bagatelle“, erklärt Zahnarzt Walter Wadsak, anerkannter Experte für Parodontologie. Etwa drei von vier Menschen leiden einmal in ihrem Leben an Zahnfleischentzündung. Unbehandelt drängt sie das Zahnfleisch zurück und baut schließlich den Knochen ab. Wadsak: „Durch Parodontitis gehen heute mehr Zähne verloren als durch Karies.“

Schuld sind Bakterien
Wie bei Karies so sind auch bei Zahnfleischentzündungen Keime im Spiel. Wadsak: „Die Auslöser der Parodontitis sind immer Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte.“ Mangelnde Mundhygiene macht es schädlichen Keimen leicht, sich am Zahnfleischrand auszubreiten. Karies und Parodontitis werden zwar durch unterschiedliche Bakterien-Stämme verursacht, doch in jedem Fall gilt: Zweimal täglich Zähne putzen und alle weichen Beläge entfernen. Wadsak: „Die häusliche Pflege soll durch professionelle Mundhygiene in der Zahnarztpraxis ergänzt werden. Der Kampf gegen Bakterien muss mit allen Mitteln geführt werden.“

Probiotika
Die Bedeutung einer intakten Mundflora für die Zahngesundheit wird erst seit Kurzem erforscht. Im gesunden Mund sorgen Laktobazillen für eine florale Balance und hemmen das Wachstum schädlicher Keime. Die „guten“ Bakterien sind konzentriert im Probiotikum BioGaia enthalten: Die Lutschtabletten und Kaugummis aus der Apotheke werden zur Prävention und Therapie der Parodontitis empfohlen.

Leiden Sie an "Paradontitis"?
Folgende Fragen können Ihnen helfen, mögliche Anzeichen einer Parodontitis zu erkennen:
Blutet Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen, bei leichten Berührungen oder beim Essen harter Nahrungsmittel?
Fühlt sich Ihr Zahnfleisch geschwollen oder empfindlich an?
Hat sich Ihr Zahnfleisch zurückgezogen? Sind Ihre Zähne „länger“ geworden?
Tritt zwischen Zahn und Zahnfleisch eine eitrige Substanz aus?
Hat sich die Stellung Ihrer Zähne verändert? Haben sich Lücken zwischen den Zähnen gebildet oder haben Sie den Eindruck, dass die oberen und unteren Zähne anders zusammenbeißen als früher?
Haben Sie immer wieder Probleme mit Mundgeruch?
Wenn sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten, sollten Sie umgehend einen Parodontologen aufsuchen.


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