12. September 2007 10:09

Studie 

Pille erhöht Krebsrisiko nicht

Verhütungsmittel senkt das Risiko sogar bei manchen Frauen. Allerdings hängt das von der Art der Erkrankung ab.

Pille erhöht Krebsrisiko nicht
© sxc

Die Pille erhöht einer wissenschaftlichen Untersuchung zufolge nicht das Krebsrisiko. Eine fast vierzig Jahre lang laufende Untersuchung von zehntausenden Frauen habe keinen Zusammenhang zwischen der Einnahme der Anti-Baby-Pille und einem allgemein erhöhten Krebsrisiko ergeben, stellten Forscher der schottischen Universität Aberdeen fest, wie die Fachzeitschrift "British Medical Journal" ("BMJ") im Internet berichtete. Tatsächlich hätten drei bis zwölf Prozent der Frauen, die mit Pille verhüteten, sogar ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken.

Risiko
Bei den Frauen, welche die Pille regelmäßig über acht Jahre lang einnahmen (etwa ein Viertel der Probandinnen), stieg aber das Risiko deutlich an, Gebärmutterhalskrebs oder Tumore im Zentralnervensystem zu bekommen, wie aus der Studie hervorging. Andererseits hätten genau diese Frauen ein geringeres Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken.

Weniger Brustkrebs
Die Wissenschafter hatten 1968 eine Studie mit 46.000 Britinnen begonnen, die damals im Durchschnitt 29 Jahre alt waren. Weil viele Frauen im Laufe der Jahre absprangen, nahmen die Forscher zwei weitere Datenbanken dazu, um die Ergebnisse zuverlässig vergleichen zu können. Australische Forscher hatten vor zwei Jahren festgestellt, dass junge Frauen, die von Haus aus ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, dieses verringern können, indem sie die Pille nehmen.


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