26. August 2010 08:51

Studie zeigt 

Scheidungskinder rauchen häufiger

Höherer Anteil an Rauchern bei Aufwachsen in Alleinerzieher-Haushalten.

Scheidungskinder rauchen häufiger
© APA

Scheidungskinder greifen früher und öfter als Gleichaltrige aus intakten Ehen zur Zigarette. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach haben Jugendliche und junge Erwachsene ein deutlich höheres Risiko bezüglich des Griffs zum Glimmstängel, wenn sie in Alleinerzieher-Haushalten aufwachsen.

Rauchrisiko erhöht
"Insbesondere die Scheidung der Eltern während der Kindheit erhöht das Rauchrisiko", sagte der DIW-Forscher Thomas Siedler. Gut 40 Prozent der jungen Menschen aus Alleinerzieher-Haushalten sind Raucher. Dagegen liegt der Raucheranteil bei nur 35 Prozent, wenn die Jugendlichen bei beiden Eltern aufwachsen.

Die Studie beruht auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), die das DIW seit 1984 erhebt. In seinem Auftrag werden jedes Jahr in Deutschland dieselben über 20.000 Personen in rund 11.000 Haushalten von TNS Infratest Sozialforschung befragt. Daher könnten langfristige gesellschaftliche Trends besonders gut verfolgt werden, so das DIW.


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