31. Mai 2010 08:30

Tabakrauch 

Jede Stunde stirbt ein Mensch an Folgen

Weltnichtrauchertag 2010: Die größten Irrtümer zum Thema Rauchen.

Jede Stunde stirbt ein Mensch an Folgen
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Jede Stunde stirbt ein Mensch an Folgen
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Jede Stunde stirbt in Österreich ein Mensch an den Folgen des Tabakrauchs. Eine österreichweit durchgeführte Gesundheitsbefragung der Statistik Austria zeigt, dass 1,6 Mio. ÖsterreicherInnen täglich rauchen. Neben den gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums stellt auch der Passivrauch eine massive Bedrohung für die Gesundheit dar. PassivraucherInnen verlieren rund 9 Monate an Lebenserwartung, so eine Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS). Rauchen stellt heute das bedeutendste Gesundheitsrisiko für Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, sowie Krebserkrankungen dar und ist die wichtigste vermeidbare Ursache von vorzeitigem Tod. RaucherInnen haben im Durchschnitt eine um 5 Jahre niedrigere Lebenserwartung als NichtraucherInnen. Maßnahmen der RaucherInnenentwöhnung und zum NichtraucherInnenschutz sind deshalb wichtiger Bestandteil einer nationalen Gesundheitspolitik.

Raucherentwöhnung
Viele RaucherInnen sind mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden und möchten etwas verändern, einige möchten ihren Konsum reduzieren, manche ganz mit dem Rauchen aufhören. Die österreichische Sozialversicherung bietet schon seit vielen Jahren unterschiedliche Möglichkeiten zur RaucherInnenentwöhnung an: stationäre und ambulante Programme und das Rauchertelefon, eine gelungene Kooperation zwischen den Krankenversicherungsträgern, den Ländern und dem Bundesministerium für Gesundheit (www.rauchertelefon.at, 0810810013).

Die Sozialversicherung übernimmt mit Beratungs- und Entwöhnungsangeboten Verantwortung für das Thema. Anlässlich des Weltnichtrauchertages 2010 betont Dr. Probst: "Beratungs- und Entwöhnungsangebote können jedoch nur ein Element einer abge-stimmten und gemeinsamen Anti-Tabakstrategie sein. Die Umsetzung eines ausgeweiteten NichtraucherInnenschutzes, sowie intensive Aufklärungs-und Informationskampagnen sind weitere wichtige Schritte."

Rauchen beruhigt! Wer mit dem Rauchen aufhört wird dick! Rauchen macht gar nicht süchtig! Diese und andere "Wahrheiten" halten sich hartnäckig. Was ist dran an den ganzen Rauchermärchen? Wir haben die größten Mythen unter die Lupe genommen.

Die größten Irrtümer zum Thema Rauchen

1. Paffen ist nicht schädlich!
Ist es doch! Sogar durch das reine Paffen kann Lungenkrebs entstehen. Die Giftstoffe kommen auch über die Mundschleimhaut in den Körper.

2. Light-Zigaretten sind gesünder!
Stimmt nicht! Raucher die Light-Zigaretten rauchen greifen im Schnitt sogar häufiger zur Zigarette und inhalieren tiefer, da diese weniger stark sind.

3. Wer aufhört nimmt automatisch zu!
Stimmt nicht! Zu Beginn des Rauchstopps kann es zu einer leichten Gewichtszunahme kommen, da sich der Stoffwechsel erst umstellen muss. Sie dürfen jetzt nur nicht statt zur Zigarette andauernd zu Schokolade greifen.

4. Bei langjährigen Rauchern zahlt sich aufhören nicht mehr aus!
Stimmt nicht! Es zahlt sich immer aus! Schon 48 Stunden nach der letzten Zigarette regeneriert sich der Körper und das Herzinfarkt-Risiko sinkt.

5. Passivrauchen ist nicht gefährlich
Stimmt nicht! Passivrauchen ist sogar sehr gefährlich. Auch hier gelangen die Giftstoffe in den Körper. Besonders schlimm ist der Passivrauch für Kinder. Sorgen Sie für eine rauchfreie Wohnung!

6. Rauchen beruhigt den Körper
Stimmt nicht! Rauchen ist für den Körper purer Stress. Die Herzfrequenz steigt und die Atmung beschleunigt sich.

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Die besten Tipps wie das Aufhören leichter fällt

1. Datum festlegen
Legen Sie ein Datum fest wann Sie aufhören möchten. Am leichtesten ist es, von einem Tag auf den anderen aufzuhören.

2. Lenken Sie sich ab!
Treffen Sie sich mit Freunden oder treiben Sie Sport und verbannen Sie alle Rauchutensilien! Überkommt Sie das Verlangen, wenden Sie bewusst ihre Aufmerksamkeit etwas anderem zu.

3. Viel trinken
Trinken Sie möglichst viel. Am besten, Sie haben immer ein Glas Wasser in Reichweite.

4. Belohnen Sie sich
Profitieren Sie von dem Geld, das Sie sonst für Zigaretten ausgegeben hätten, um sich mit etwas Besonderem zu belohnen.

5. Gesunde Ernährung
Achten Sie auf gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse.

6. Gewohnheiten ändern
Vermeiden Sie Situationen, die Sie fest mit dem Rauchen verbinden! Trinken Sie statt Kaffee z.B. lieber eine Tasse Tee.

7. Neue Rituale
Lassen Sie sich nette Dinge einfallen, die Sie gegen die übliche Zigarette eintauschen könnten. ZUm Beispiel die morgendliche Zigarette durch einen Apfel ersetzen.

8. Bleiben Sie standhaft!
Gönnen Sie sich nicht aus einer Laune heraus "nur die eine Zigarette". Bei der einen bleibt es dann nicht.

9. Rauchfrei
Genießen Sie jeden Tag im vollen Bewusstsein, dass Sie rauchfrei sind.


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