14. Dezember 2009 08:09

Studie 

Risikogene für Parkinson entdeckt

Höhere Wahrscheinlichkeit für neurodegenerative Erkrankung.

Risikogene für Parkinson entdeckt
© sxc

In einer internationalen Studie haben Forscher mehrere Risikogene für die Parkinson-Erkrankung ermittelt. Wie die Analyse des Erbguts von rund 13.500 Europäern zeigt, steigern bei dieser Bevölkerung die beiden Gene SNCA und MAPT die Wahrscheinlichkeit für die neurodegenerative Erkrankung.

Morbus Parkinson
In Deutschland leiden mehr als 200.000 Menschen an Morbus Parkinson. Betroffen sind ein Prozent der über 65-Jährigen und fünf Prozent der Menschen über 85 Jahren. In der Studie suchten Forscher um Thomas Gasser von der Universitätsklinik Tübingen genetische Risikofaktoren für die weitaus häufigste sporadische Form von Parkinson, die für mehr als 90 Prozent der Erkrankungen verantwortlich ist.

Dazu testeten sie das Erbgut von rund 1.700 Parkinson-Patienten und 4.000 gesunden Menschen deutscher und nordeuropäischer Abstammung. Die Ergebnisse prüften sie dann an einer zweiten Gruppe von etwa 3.400 Patienten und 4.600 Kontrollpersonen.

Familiäre Erkrankung
Neben den beiden Risikogenen SNCA und MAPT entdeckte eine weitere Studie zusätzliche Genvarianten, die bei Japanern das Parkinsonrisiko erhöhen. Zwei der in beiden Untersuchungen entdeckten Risikogene stehen auch mit der selteneren familiären Form von Parkinson in Verbindung. Demnach hängt die familiäre Erkrankung mit der häufigeren sporadischen Form offenbar ursächlich zusammen.


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