04. Februar 2009 09:53

Welt-Krebs-Tag 

Rückgang bei neuen Fällen und Sterblichkeit

Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen und die Krebssterblichkeit sind in Österreich gesunken.

Rückgang bei neuen Fällen und Sterblichkeit

Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen und die Krebssterblichkeit sind im Zeitraum von 1996 bis 2005 in Österreich gesunken, wenn die Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtigt wird. Darauf machte die Statistik Austria anlässlich des morgigen Welt-Krebs-Tags (4. Februar) aufmerksam. Sie führt den Rückgang auf mehr Früherkennung und verbesserte Behandlungsmethoden zurück.

Neuerkrankungen
Die Neuerkrankungsrate bei Männern ging demnach um sechs und bei Frauen um vier Prozent zurück. Die Mortalität ist in den vergangenen zehn Jahren um 17 Prozent bei Männern und um elf Prozent bei Frauen gesunken. Die absolute Zahl der Neuerkrankungen ist seit 1996 allerdings um sechs Prozent gestiegen, was auf die größere Zahl älterer Menschen zurückzuführen ist, so die Statistik Austria in einer Aussendung.

Prostatakrebs
Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, ist statistisch gesehen und altersstandardisiert binnen zehn Jahren um 15 Prozent gestiegen. Diese Zunahme der bei Männern häufigsten Karzinomart - für rund ein Viertel der Krebserkrankungen verantwortlich - dürfte zu einem Großteil auf die Verbreitung von PSA-Tests als Screeningmethode zurückzuführen sein. Die Sterblichkeit ist im Gegensatz dazu im selben Zeitraum um 28 Prozent gesunken.

Lungentumore
Die Rate der bösartigen Lungentumore - zweithäufigste Tumorart bei Männern - ist um 19 Prozent gesunken, die Sterblichkeit sogar um 24 Prozent. Männer erkranken allerdings noch immer um 2,4 Mal häufiger an Lungenkrebs als Frauen. Bei Dickdarmkrebs machte das Minus für Männer 13 bzw. 26 Prozent aus.

Brustkrebs
Bei Frauen ist Brustkrebs seit langem das am häufigsten auftretende Karzinom. Das Erkrankungsrisiko im Jahr 2005 lag mit einem Anteil von 28 Prozent auf dem Niveau von zehn Jahren zuvor, nachdem es zwischenzeitlich deutlich angestiegen war. Da Brustkrebs durch vermehrtes Screening nicht nur häufiger, sondern auch in einem immer früheren Stadium erkannt wird, ging die Sterblichkeit um knapp ein Fünftel zurück.

Sterblichkeit
Die Rate an Neuerkrankungen an Dickdarmkrebs nahm für Frauen um zwölf Prozent ab, die Sterblichkeit um rund ein Drittel. Angestiegen ist allerdings die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, und zwar um zwölf Prozent, die Mortalität nahm fast um ein Fünftel zu. Zurückzuführen ist das laut Statistik Austria offensichtlich auf den zunehmenden Nikotinkonsum von Frauen.

In Österreich werde pro Jahr rund 19.500 Männer und 17.400 Frauen mit einer Krebsdiagnose konfrontiert. Bei 9.000 Frauen und 10.000 Männern führt die Erkrankung zum Tod.


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