14. Dezember 2007 10:11

SIDS 

Rauchen Hauptrisiko für Plötzlichen Kindstod

60 Prozent der Sterbefälle ließen sich durch Rauchverzicht verhindern. Das sind die anderen Risikofaktoren.

Rauchen Hauptrisiko für Plötzlichen Kindstod
© sxc

Rauchen in und nach der Schwangerschaft ist einer aktuellen Untersuchung zufolge das Hauptrisiko für den Plötzlichen Kindstod (SIDS). Das berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie" unter Berufung auf eine Studie der Universität Bristol in Großbritannien.

Die Risiken
Mit einem Rauchverzicht der Eltern ließen sich 60 Prozent der SIDS-Todesfälle vermeiden, hieß es. Viele Eltern wüssten über Gefahren wie überwärmte Schlafzimmer, Schlafen in Bauchlage und Tabakqualm Bescheid. Trotzdem griffen viele Väter und Mütter weiter zur Zigarette. In Großbritannien etwa stieg dem Magazin zufolge die Zahl der Schwangeren, die rauchten und deren Kind an SIDS starb, seit 2001 um 30 Prozent.

Was ist SIDS?
SIDS ist die Abkürzung für "Sudden Infant Death Syndrome", die internationale Bezeichnung für den "Plötzlichen Säuglingstod". Der plötzliche Säuglingstod ist definiert als der unerwartete Tod eines bis dahin scheinbar gesunden Säuglings, für den selbst eine gründliche Obduktion keine Erklärung bringt. SIDS ereignet sich ohne erkennbare Ursachen meist während des Schlafs und betrifft vor allem Babys im ersten Lebensjahr.

Risikofaktoren
Frühgeborene (vor der 33. Schwangerschaftswoche)
Kinder mit Geburtsgewicht unter 2000 g
Kinder drogenabhänginger Mütter
Nachfolgende Geschwister
Schlafen in Bauchlage (vor allem auf zu weicher Unterlage)
Rauchen (der Mutter während der Schwangerschaft und/oder in der Umgebung des Kindes)
Nichtstillen oder sehr frühes Abstillen
Überwärmung des Kindes (Kleidung, Raumtemperatur)

Mehr Infos: www.sids.at


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