27. Februar 2008 09:45

Thermage 

Sanftes Lifting ohne Messer

Im Bereich der kosmetischen Eingriffe steigen sowohl Nachfrage als auch Angebot. Die Methoden im Kampf gegen das Alter werden immer sanfter.

Sanftes Lifting ohne Messer
© sxc

Hoch im Kurs
In den USA ist die Anzahl der Beauty-Eingriffe in den letzten zehn Jahren um 400 (!) Prozent gestiegen. Auch in Österreich lassen jährlich rund 40.000 Frauen und Männer in puncto Aussehen nachhelfen. An erster Stelle der verjüngenden Maßnahmen steht nach wie vor die Botox-Spritze. Aber die Injektion des Nervengifts kann nur Glätte zaubern, wo vorher Falten waren. Gegen schlaffes Gewebe, herab hängende Gesichts- oder Körperkonturen kann sie nichts ausrichten. Hier macht nun eine andere „sanfte“ Methode, die ebenfalls ohne Schnitte auskommt, Furore: Thermage.

In den USA entwickelt
Die Methode wurde in den USA entwickelt und bereichert dort seit Langem die Palette an Beauty-Behandlungen. Nachdem sich dieses nicht-invasive Verfahren auch in Deutschland etablierte, zeigt die neue Form der Hautstraffung auch bei uns Erfolge. „Es gibt viele Menschen, die sowohl Angst vor Schnitten als auch vor allzu sichtbaren Veränderungen haben. Und die bevorzugen statt eines Liftings eben eine sanfte Korrektur“, meint Hajnal Kiprov, Dermatologin und Expertin für Thermage in Wien. Die neue Methode darf hier ausschließlich von qualifizierten Ärzten angeboten werden.

Was dabei passiert
Etwas salopp wird das Thermage-Verfahren als „Aufbügeln des Gesichts“ bezeichnet. Kiprov: „Mit einem speziellen Handstück werden kontrollierte Mengen an Hochfrequenz-Energie in Form von Radiowellen in die tiefen Hautschichten geschleust. Durch die starke Erwärmung in der Tiefe wird das Kollagen schließlich neu strukturiert und aufgebaut.“ Über den Zeitraum von einem Jahr baut die Haut konstant neues und körpereigenes Kollagen auf. Und das mit nur einer einzigen Behandlung.

Sofort sichtbar
Der beim Thermage-Verfahren eingesetzte „monopolare“ Strom geht tiefer als Laser und führt zur unmittelbaren Verkürzung der Bindegewebsfasern. Kiprov: „Das Gewebe schrumpft, wodurch eine sofort sichtbare Hautstraffung eintritt.“ Die Behandlung ist zwar etwas unangenehm, aber schmerzlos. Kiprov: „Man spürt Hitze mit einem leichten Stich.“ Zuerst werden auf der zu behandelten Region kleine Quadrate gezeichnet. Sie markieren die Stellen, wo das Handgerät mit dem so genannten „Tip“ angesetzt wird. Kosten: 3.800 Euro für das ganze Gesicht, 2.800 für die untere Gesichtshälfte, 1.800 für die Stirn und 700 Euro für die Augenpartie.

Body-Thermage
Was im Gesicht funktioniert, klappt auch am Körper. Kiprov: „In den USA wird bereits der gesamte Body mittels Thermage gestrafft.“


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