05. November 2008 08:39

Schlaflabor 

Schlaflos in Österreich

Jeder Vierte leidet unter wachen Nächten. Ein neues Schlaflabor in Wien geht den Ursachen auf den Grund.

Schlaflos in Österreich
© Herz-Jesu Krankenhaus
Schlaflos in Österreich
© Herz-Jesu Krankenhaus

Die Finanzkrise ist nur eine von vielen Ursachen, die den Österreichern nachts den Schlaf rauben. „Stress, Depression und Unruhe beeinträchtigen zunehmend auch die Schlafqualität“, weiß Neurologe Andreas Walter. Jeder Vierte leidet an durchwachten Nächten. Schlafstörungen führen zu Leistungsabfall, Tagesmüdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwächen. Aber auch die Anfälligkeit für Infekte und Verdauungsstörungen steigt.

Atemstörung
Nicht nur die Qualität des Schlafes, auch die Atmung kann nachts beeinträchtigt sein. Zehn Prozent der Erwachsenen haben im Schlaf Atemaussetzer durch Verschluss der Atemwege. Die „ostruktive Schlafapnoe“ ist den Betroffenen meist nicht bewusst, sie kann aber unbehandelt zu Bluthochdruck und Herzinfarkt führen.

Neues Schlaflabor
Im Herz-Jesu-Krankenhaus eröffnete jetzt Wiens größtes Schlaflabor. Die Experten wollen den Ursachen der Schlafstörungen auf den Grund gehen und Folgeerkrankungen durch schlaf­assoziierte Atemstörungen verhindern. Dafür stehen sechs hochmoderne Schlafplätze zur Verfügung.

Schlaf-Check
Dafür wird der Patient mit Elektroden verkabelt und an das Untersuchungsgerät angeschlossen. „Natürlich kann der Schlaf in einer fremden Umgebung ungewohnt sein, daher ist es wichtig, ein angenehmes Umfeld zu schaffen“, so Dr. Astrid Nader, Ärztliche Leiterin des Schlaflabors. Am nächsten Tag werden die Ergebnisse ausgewertet. Sie zeigen, ob Anti-Stress-Mittel oder ­eine Schnarchbehandlung den Schlaf wiederbringen.

Foto: (c) Herz-Jesu Krankenhaus


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