09. Juli 2008 09:28

Therapie 

Schlank durch Hormone

Stimmt die Balance der Hormone nicht, gerät auch der Körper aus den Fugen. Die Therapie gegen zu üppige Fettdepots.

Schlank durch Hormone

In den meisten Fällen liegt es am ungebremsten Appetit beziehungsweise an den zu üppigen Mahlzeiten, wenn der Zeiger der Waage sich in die falsche Richtung schiebt. Doch auch Stoffwechsel und Hormonhaushalt können Feind der Figur sein. Stimmt die Balance der Hormone nicht, gerät auch der Körper aus den Fugen.

Ungleichgewicht
Stress, zu viel oder zu wenig Sport, hormonelle Verhütung oder altersbedingte Veränderungen können zu einem Ungleichgewicht der Sexual- und Schilddrüsenhormone führen. Und schon verändert sich der Fettanteil des Körpers. „Eine hormonelle Dysbalance und das Absinken der Androgene auf sehr niedrige Werte kann eine der Hauptursachen von Fettansammlungen im Bauchbereich sein“, erklärt Hormonexperte Erich Müller-Tyl.

So kommt es bei einem Mangel an Testosteron zum ungeliebten Schwimmreifen um den Bauch. Dasselbe passiert, wenn DHEA, eine Muttersubstanz zahlreicher Hormone, ab dem 35. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt.

Frauenschicksal
Unter dem Einfluss der weiblichen Sexualhormone stehen die Fettzellen rund um Po, Hüfte und Oberschenkel. Hormonelle Verhütung verschlimmert bei manchen Frauen das Figurproblem noch zusätzlich. So kann der Östrogenanteil der Pille Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme fördern. Ein Wechsel des Präparats kann dann hilfreich sein: In Österreich ist seit Kurzem die niedrig dosierte Antibabypille Yasminelle auf dem Markt, die bei hormonbedingter Gewichtszunahme günstig wirkt.

Kur gegen Kilos
Teuer, aber wirkungsvoll sind spezielle Kuren mit dem Wachstumshormon HGH und dem sogenannten Schwangerschaftshormon HCG. Von den Abspeckkuren profitieren sowohl Männer als auch Frauen. Und zwar unabhängig vom Alter. Die Hormone werden injiziert und fördern den Fettabbau. Wer daneben noch Sport betreibt, baut auch gleichzeitig Muskelmasse auf.

Voraussetzung für die Hormonkur ist allerdings die Bestimmung eines Hormonstatus. Wer auch auf das Schlemmen verzichtet, kann in acht Wochen sieben bis 15 Kilo seiner Problemzonen verlieren. Das sind täglich 40 Dekagramm. Info: Tel.01/ 368 69 00.


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