17. Mai 2010 11:08

Schnupfen und Co. 

So werden Sie jetzt nicht so schnell krank

Mistwetter! Mit diesen Tipps haben Schnupfen und Husten kein leichtes Spiel.

So werden Sie jetzt nicht so schnell krank
© Getty Images

Hatschi! Dieses Regenwetter macht uns krank. Schnupfnasen in der U-Bahn, Niesanfälle im Büro und lauter erkältete Kinder in der Schule: Im Moment müssen wir uns überall mit Erkältungsviren herumschlagen. Wir sagen Ihnen, wie Sie sich am besten vor einer Ansteckung schützen und was im Krankheitsfall hilft.

So stärken Sie Ihr Immunsystem!

Warum werden wir jetzt krank?
Das Zickzack-Wetter schwächt unser Immunsystem. Viele Menschen ziehen sich schon zu sommerlich an. Das führt zum "Kälteschock", lässt den Körper innerlich auskühlen. Vorbeugen kann man in vielerlei Hinsicht: Ernähren Sie sich gesund, stärken Sie Ihre Abwehrkräfte und tragen Sie angemessene Kleidung.

Kälte und Nässe sind aber nur Helfershelfer: Sie schwächen die Abwehr, weil sie die Durchblutung der Nasenschleimhaut vermindern, Viren haben dann ein leichtes Spiel. Mit der richtigen Hygiene kann die Ansteckungsgefahr deutlich verringert werden.

Öfter Hände waschen
Mindestens zehnmal pro Tag die Hände mit lauwarmem Wasser und Seife 30 Sekunden lang waschen. So werden Bakterien nicht so einfach übertragen!

Verzichten Sie auf Händeschütteln
Verzichten Sie ruhig mal auf das höfliche Händeschütteln. Wenn Sie bereits erkältet sind, schützen Sie so auch Ihr Gegenüber. Halten Sie beim Niesen oder Husten nicht die Hand, sondern ein Taschentuch vor den Mund, so verteilen Sie die Viren nicht.

Kochsalzlösung
Eine Erkältung wird durch eine sogenannte "Tröpfcheninfektion" übertragen. Mit einem einfachen Mittel lässt sich verhindern, die Viren zu verteilen: Täglich mit einer Kochsalzlösung inhalieren. Das senkt das Risiko, Viren und Bakterien zu übertragen um ganze 72 Prozent. Durch das Inhalieren bleiben die Schleimhäute feucht und widerstandsfähig.

Schnupfen oder echte Grippe?
Obwohl der Sommer noch gar nicht angefangen hat, gibt es schon die ersten Fälle von Sommergrippe. Es fängt an mit Halsschmerzen, später kommen eine laufende Nase und leichtes Fieber dazu. Eine Sommergrippe wird durch einen Virus ausgelöst. Bei einem geschwächten Immunsystem haben Viren leichtes Spiel.

Erste Hilfe gegen Schnupfen
Es ist wichtig, die auftretenden Symptome so rasch wie möglich zu lindern, um den Körper in seiner Selbstheilung zu unterstützen:

- Vitamine: Nehmen Sie kurzfristig 3000 mg Vitamin C über den Tag verteilt ein. Plus Betacarotin und Vitamin E.
- Trinken: Nehmen Sie drei Liter Flüssigkeit pro Tag (Tee, warmes Wasser) zu sich, um Keime und Toxine auszuschwemmen.
- Medikamente: Antibiotika sind gegen Viren machtlos. Rezeptfreie Erkältungsmittel hingegen lindern die Beschwerden.
- Zink: Die positiven Effekte des Spurenelements auf das Immunsystem sind nachgewiesen: Zink verkürzt deutlich die Zeit der Erkältung
- Aminosäuren: Arginin und Glutamin (in EiweißShakes oder als Nahrungsergänzung erhältlich) unterstützen die Abwehr.
- Teebaumöl: Es hemmt die Keimausbreitung. Bei Halsschmerzen einige Tropfen in warmes Wasser geben und gurgeln.
- Schüssler-Salze: Ferrum phosphoricum (Nr. 3) ist das Erste-Hilfe-Mittel bei Infekten. Kalium chloratum (Nr. 4) hilft im zweiten Stadium der Erkrankung. Natrium chloratum (Nr. 8) ist das Mittel gegen Schnupfen.

Nächste Seite: Die besten Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten

Das sind die besten Tricks bei Halsweh, Fieber und Co.:

Halsweh
Bei Schluckbeschwerden hilft gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee. Einfach zwei Teelöffel mit einem Viertelliter Wasser aufbrühen, zehn Minuten ziehen lassen und lauwarm gurgeln. Kalte Halswickel hemmen Entzündungen der oberen Atemwege. Ein Tuch in kaltes Wasser tauchen und locker um den Hals legen. Auch mit Topfen und Zwiebel lässt sich Halsweh sehr gut bekämpfen. Zwiebel aufschneiden und in ein Tuch geben. Diesen als Wickel verwenden. Der Topfenwickel ist ein angenehmes Mittel gegen Halsschmerzen. Den Topfen mit einem warmen, feuchten Tuch umschlingen und das so lange oben lassen, wie man es aushält.

Fieber
Essigwickel: Feuchte Wadenwickel leiten durch Verdunstungskälte Hitze aus dem Körper ab und schaffen so einen Temperaturausgleich. Wichtig ist, dass der ganze Körper einschließlich der Füße bei der Behandlung warm bleibt. Und so funktioniert es: kaltes Wasser und Essig zu gleichen Teilen mischen. Geschirrtücher darin tränken, auswringen und um die Waden wickeln. Darum herum je ein Frotteehandtuch schlagen. Die Wickel wechseln, bevor sie kalt werden. Es genügen meist drei Wickelvorgänge, um das Fieber zu senken. Achtung: Nur anwenden wenn die Hände und Füße nicht kalt sind.

Fiebersenkender Tee aus Holunderblüte, Thymiankraut, Linden- und Kamillenblüten helfen auch. Zu gleichen Teilen mischen und mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen, fünf Minuten ziehen lassen.

Infekte der oberen Atemwege
US-Forscher fanden heraus, dass Inhaltsstoffe der Hühnersuppe antibakteriell wirken und Infekte der oberen Atemwege hemmen. Die heiße Suppe erhöht außerdem die Körpertemperatur und lindert Gliederschmerzen.
Das Rezept: ein Suppenhuhn mit Suppengemüse, Lorbeerblättern und Wacholderbeeren in Gemüsebrühe erhitzen und eineinhalb Stunden köcheln lassen. Suppennudeln abkochen, mit klein geschnittenem Hühnerfleisch in der Brühe servieren. Mindestens zwei Teller am Tag essen.

Husten und Bronchitis
Zitronenwickel: Handtuch in reinen, kalten Zitronensaft tauchen, auf die Brust legen mit einem Schal befestigen und bis zwei Stunden einwirken lassen. Falls es zu allergischen Hautausschlägen kommt, sofort beenden.

Topfenwickel: Topfen gleichmäßig auf eine Mullbinde verteilen, um Brust und Rücken wickeln und mit einem Schal befestigen und einige Stunden wirken lassen. Am besten über Nacht.

Kartoffelwickel: Kartoffeln kochen, zerdrücken, in ein Handtuch oder eine Mullbinde wickeln und so heiß wie möglich auf die Brust legen. Mit einem Wollschal umwickeln und etwa eine Stunde einwirken lassen.

Schnupfen
Bei Schnupfen helfen Dampfbäder am besten. Zwei Esslöffel Kamilleextrakt in eine Schüssel mit heißem Wasser geben und gleichmäßig inhalieren, erleichtert das Atmen. Auch Inhalationen mit Sole oder Kochsalzlösung helfen.


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