12. Jänner 2009 09:32

Besserer Sex 

Schön, schlank und gesund durch Sex

Schluss mit der Flaute im Bett: So bringen Sie frischen Schwung in Ihr Sexualleben!

Schön, schlank und gesund durch Sex
© getty
Schön, schlank und gesund durch Sex
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Überstunden, Termindruck, Kindersorgen und Verpflichtungen: Für Sinnlichkeit ist in einem Leben auf der Hochschaubahn oft kein Platz mehr. „Stress ist ein Sex-Killer“, bestätigt Elia Bragagna, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Sexualmedizin und Leiterin der Sexualambulanz am Wiener Wilhelminenspital.

Lustlos
Statistiken verweisen ebenfalls auf die Flaute in heimischen Betten: Laut der vom Durex durchgeführten, internationalen Sexual Wellbeing-Studie haben nur 37 Prozent der Österreicherinnen regelmäßig einen Orgasmus – im Gegensatz zu 84 Prozent der Männer. Und: Nur die Hälfte der Frauen ist mit der Intensität ihres Höhepunktes zufrieden. Außerdem ist nur jeder zweite der Befragten ist mit der Dauer des Vorspiels zufrieden (53 Prozent) – insbesondere Frauen möchten vor dem Akt gerne länger verwöhnt werden.

Sex als Medizin
Schade. Denn kaum eine andere Betätigung ist ähnlich gesund für Körper und Seele wie Sex: Wer sich regelmäßig erotisch betätigt, bringt sein Hormonsystem auf Trab, sieht jünger aus, ist zufriedener und wird seltener krank: So konnte eine US-Langzeitstudie belegen, dass der beim Sex erzeugte Hormoncocktail das Immunsystem nachhaltig stärkt. Sex wirkt demnach sogar vorbeugend gegen Infekte: Menschen, die ein- bis zweimal pro Woche zur Sache kommen, weisen einen höheren Level an Immoglobulin A auf – Antikörper, die vor Krankheitserregern schützen und Wunden schneller heilen lassen.

„Sex löst Glücksgefühle aus, dämpft das Schmerzempfinden und harmonisiert Körper und Psyche. Die Durchblutung wird angeregt und Spannungen werden abgebaut“, meint auch Expertin Bragagna. Von den vielen positiven Effekten profitieren Paare aber nur, wenn die Begegnung für beide rundum befriedigend verläuft. Bragagna: „Sex ist auch etwas Bindendes und Kommunikatives.“

Happy 2009
Rechtzeitig zum Start in ein glückliches, erfülltes Jahr 2009, verrät Ihnen MADONNA daher die besten Tipps für ein erfülltes Sexualleben. Schritt eins: Weg mit Vorschriften! Von Doktrinen hält auch Therapeutin Bragagna gar nichts: „Wenn man Menschen sagt, sie müssen drei Mal in der Woche Sex haben, verunsichert sie das noch mehr. Viel wichtiger ist, dass sich Frauen Fragen stellen wie: Weiß ich, was ich brauche, was ich will und was nicht? Tut mir Sex jetzt gut oder nicht? Das Vertrauen in die eigenen Bedürfnisse ist enorm wichtig.“ Dazu brauche es auch die Kommunikation mit dem Partner und „die Selbstverständlichkeit, dass ich so, wie ich bin, richtig bin“, erklärt die Expertin. Sie meint: „Paare, die eine respektvolle Beziehung führen und offen über Sexualität und ihre Wünsche sprechen, haben auch ein höheres sexuelles Wohlbefinden.“

Kopf frei
Gerade im Bett spielt auch die psychische Verfassung eine große Rolle: „Wesentlich ist, darauf zu achten, dass Stress nicht das Leben dominiert. Viele Frauen können sich – gerade wenn sie unter großem Druck stehen – gar nicht richtig auf Sex einlassen, weil sie mehr beim Kopf, also bei ihren Gedanken sind als bei ihrem Körper“, weiß Bragagna. Sie meint: „Hier wäre es gut, einmal runterzukommen, alle Verpflichtungen auszublenden, um sich einzustimmen und einzulassen auf das Körperliche. Denn: Die Fähigkeit zum Orgasmus ist die Fähigkeit, sich fallen zu lassen.“

Außerdem hilfreich: Eine entspannte Atmosphäre, ein Partner, bei dem man sich geborgen fühlt und ausreichend Zeit für ein langes Vor- und Hauptspiel. Bragagna: „Nur vier Prozent der Frauen können rein vaginal einen Orgasmus erreichen. Achten Sie also darauf, dass auch die Klitoris stimuliert wird – durch die gewählte Stellung, durch manuelle Manipulation durch den Partner oder die Frau selbst beziehungsweise durch Sexspielzeuge.“ Auch natürliche Aphrodisiaka können der Lust auf die Sprünge helfen – geht doch Liebe auch durch den Magen: „Luststeigernde Nahrungsmittel sind allen Völkern bekannt. Dabei sind aber sicher nicht die enthaltenen Substanzen ­alleine lustfördernd. Auch die Optik macht viel aus – etwa, wenn ich genussvoll Austern schlürfe oder aus einem Sektglas nippe. Das törnt über das Auge an“, meint die Expertin.

Orgasmus-Gel
Eine Innovation für Frauen kommt aus dem Hause Durex: Die weltweit führende Kondommarke, die auch erfolgreich Gleitgels und Vibratoren vertreibt, hat soeben eine Produktneuheit lanciert – ein Stimulationsgel, das Frauen dabei unterstützt, leichter zum Orgasmus zu kommen beziehungsweise intensivere Orgasmen zu erleben. Play O ist ein unparfümiertes, kondomverträgliches Gel, das in einem 15 ml-Flakon erhältlich ist (z.B. bei dm, BIPA oder unter: www.shop-durex.at, ab 15,99 Euro).

Und wie wirkt das Gel? Es lässt Blut in das weibliche Lustorgan, die Klitoris, strömen und macht sie dadurch berührungsempfindlicher. Aromastoffe sorgen für ein prickelndes Gefühl – wärmend und kühlend zugleich. Sexualtherapeutin Bragagna: „Das Gel ist eine Bereicherung – so wie viele andere, tolle Spielsachen, die es in Erotik-Shops gibt. In meinem Bekanntenkreis haben sie mir das Gel jedenfalls aus der Hand gerissen“, schmunzelt die Ärztin. Play O kann vor und während des Liebesspiels eingesetzt werden, bei der Selbstbefriedigung oder zusammen mit Sexspielzeug und Kondomen. Es genügt, ein Tröpfchen davon auf den Finger zu geben und es sanft in die Klitoris einzumassieren. Das Fläschchen enthält eine abnehmbare Pumpe, mit der sich das Gel optimal dosieren lässt. Ein Flakon reicht für etwa 25 Anwendungen.

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Austern
Stimulierend wirkt ihr hoher Gehalt an Zink. Das Spurenelement erhöht nämlich die Produktion von Testosteron und Vaginalsekreten.

Bohnen
Sind reich an Aminosäuren, die müde Männer munter machen. Top: In Kombination mit Chili (Chili con carne).

Knoblauch
Fördert die Durchblutung und regt die Produktion von Sexualhormonen an. Tipp: Aus Geruchs-Gründen sollten ihn beide Partner essen!

Karotten
Der hohe Gehalt an Vitamin A in Kombination mit Vitamin E vertreibt Müdigkeit und fördert die Lust.

Sellerie
Das Aphrodisiakum wurde schon im alten Griechenland als sexuell äußerst anregendes Gemüse beschrieben. Grund: Das Gemüse enthält hormonähnliche Substanzen.

Trüffel
Wird auch als „Hoden der Erde“ bezeichnet. Die Lustknolle soll vor allem über den Geruchssinn stimulierend wirken.

Foto: (c) Getty Images


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