17. September 2008 09:49

Nicht nur lecker 

Schokolade ist gesund

Amerikanische Forscher sagen: Kakao hilft gegen Herz-Kreislauferkrankungen, Entzündungen und Krebs. 10 gute Gründe für Schoko.

Schokolade ist gesund
© sxc

Schokolade macht glücklich und dick - zwei altbekannte Weisheiten. Dass sie aber auch gesund machen kann, ist neu. Der Genuss der dunklen Süßigkeit erhöht im Gehirn den Tryptophanspiegel, was wiederum die Serotoninproduktion anregt - und dieser Botenstoff gilt als Glückssubstanz. Doch Kakao kann noch viel mehr: Amerikanische Wissenschaftler unter der Leitung von W. Jeffrey Hurst haben jetzt entdeckt, dass gemahlener Kakao und ungesüßte Backschokolade, wie man sie zur Herstellung von Pralinen und Kuchen verwendet, eine besonders hohe Menge an Resveratrol aufweisen.

Schützt die Zellen
Dieser sekundäre Pflanzenstoff ist hochaktiv. Er schützt die Zellen und verhindert die Bildung von Freien Radikalen. Diese aggressiven Sauerstoffverbindungen stehen im engen Zusammenhang mit Herz-Kreislauferkrankungen, Entzündungen und Krebs. Bisher waren vor allem Rotwein und Traubensaft als gute Resveratrollieferanten bekannt. Die neuen Untersuchungen bescheinigen nun auch Kakao diese Fähigkeit. Die Forscher testeten verschiedene Kakao-Zubereitungsformen von Pulver bis zu Milchschokolade auf ihren Resveratrolgehalt. An erster Stelle steht damit gemahlener Kakao mit 1,85 Mikrogramm pro Gramm, an zweiter ungesüßte Backschokolade mit 1,24 Mikrogramm. Helle Schokolade hat dagegen weniger Resveratrol.

10 Gründe warum Sie sich das Schokolade naschen nicht verkneifen müssen:

1. Glückselexir
Der Grund, warum wir Schokolade so lieben? Sie macht uns glücklich und zufrieden. Das liegt an dem enthaltenen Phenylethylamin, das Lustgefühle im Gehirn auslöst. Ein Stimmungshoch, wie man es sonst nur in Phasen der Verliebtheit verspürt.

2. Schützt Herz und Kreislauf
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse der Davis-Universiät (Kalifornien) zeigen: Schokolade schützt das Herz und senkt den Blutdruck. Dafür verantwortlich sind die enthaltenen Flavonoide, die das Herz-Kreislauf-System stabilisieren. Grundregel: Nur wer Schokolade in Maßen (25 Gramm pro Tag) genießt, kann davon profitieren. Sonst sorgen zu viele Kalorien für Negativeffekte.

3. Fördert die Entspannung
Etwa 40 Prozent der Frauen haben stets wiederkehrende Lust auf Schokolade. Grund: Nach dem Eisprung sinkt der Serotoninspiegel, was Stimmungsschwankungen auslöst. Der Verzehr von Schokolade setzt Endorphine frei, die entspannend wirken.

4. Schokolade essen und dabei abnehmen?
Das klappt! Achten Sie nur darauf, dass die Schokolade möglichst viel Kakao enthält. Je höher der Kakaoanteil, desto weniger Zucker ist enthalten. Wenn Sie sich kalorienbewusst verwöhnen wollen, greifen Sie also zu Zartbitter.

5. Antioxidantien
Laut einer US-Studie enthält eine Tasse Kakao doppelt so viele abwehrstärkende Antioxidantien wie ein Glas Rotwein und dreimal so viel wie eine Tasse Grüntee.

6. Weiß oder Schwarz?
Weiße Schokolade ist nicht gesünder als dunkle. Im Gegenteil: Die hellen Sorten enthalten keinen Kakao, sondern nur Kakaobutter, Milchpulver und Aromen. Die wertvollsten Inhaltsstoffe fehlen also.

7. Schokolade macht auch Babys glücklich
Wie eine finnische Studie feststellt, haben Frauen, die während der Schwangerschaft täglich Schokolade essen, später besonders fröhliche, lebhafte Babys. Die enthaltenen Cannabinoide beeinflussen die neurologische Entwicklung der Babys positiv.

8. Wirkungsvoll bei Husten
Wissenschaftler aus London haben emittelt, dass ein Bestandteil von Schokolade wirkungsvoll gegen Reizhusten hilft: Das so genannte Theobromin soll im Vergleich zu dem Hustenmittel Codein um fast ein Drittel effktiver sein. Herkömmliche Schokolade enthält aber nur sehr geringe Mengen davon.

9. Brustkrebsvorsorge
Auch zur Vorbeugung von Brustkrebs scheinen die Inhaltstoffe der Kakaobohne beitragen zu können. Das ergab eine aktuelle Testserie mit tausend naschenden und ebenso vielen schokoabstinenten Frauen der Georgetown-Universität, Washington.

10. Frauen naschen anders
Das behaupten Wissenschaftler aus Würzburg. Ihren Studien zufolge greifen Frauen in Stresssituationen häufiger zu Schokolade, dagegen essen Männer meist nur dann, wenn Sie zufrieden sind.


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