04. September 2009 08:37

Benimm-Experten 

Verzicht auf Küsschen angebracht

Schweingegrippe: Schütteln der eigenen Hände unter der Brust "Ersatz" für Begrüßungszeremoniell.

Verzicht auf Küsschen angebracht
© APA

Der Verzicht auf Wangenküsschen oder das Händeschütteln ist angesichts der Gefahr einer Schweinegrippe-Infektion laut Benimm-Experten durchaus angebracht und eine Frage der Höflichkeit. "Jeder sollte für sich entscheiden, ob er weiterhin mit Händedruck oder Bussi-Bussi begrüßen möchte", erklärte die Vereinigung Etikette Trainer International (ETI).

Körperlichen Abstand
Wer bei der Begrüßung nicht auf körperlichen Abstand gehen möchte, sollte seine Gesprächspartner fragen, ob ihnen dies recht sei oder ob er aufgrund der neuen Influenza A (H1N1) lieber darauf verzichten möchte, mahnen die Benimm-Trainer. "So wird niemand überrumpelt und jeder hat die Möglichkeit, abzulehnen."

Alternativen zum Küsschen
Ratsam seien bei der Ablehnung eines Küsschens oder anderer Rituale ein besonders freundliches Lächeln und bedachte Formulierungen: "Guten Tag! Ich möchte lieber auf den Händedruck verzichten. Die Ausführungen der letzten Wochen über eine mögliche Pandemie haben mich schon beeindruckt", so der etwas blumige Vorschlag des Netzwerks. Einigermaßen originell ist der vorgeschlagene Ersatz für den Händedruck: Symbolisch könne man die eigenen Hände unter der Brust ineinanderlegen und kurz schütteln. Ein Fauxpas ist laut ETI ein ständiger Wechsel beim Begrüßungszeremoniell: "Wichtig ist es, bei seiner einmal eingeschlagenen Linie zu bleiben und nicht den einen mit und den anderen ohne Handschlag zu begrüßen."


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