14. Juli 2009 08:36

WHO 

Schweinegrippe ist nicht zu stoppen

Pharmakonzerne sollen unter Hochdruck an Impfstoff gegen H1N1-Virus arbeiten.

Schweinegrippe ist nicht zu stoppen

Die Schweinegrippe ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht zu stoppen. Die UN-Organisation wies die Pharmahersteller deshalb an, unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen den H1N1-Virus zu arbeiten. Angestellte im Gesundheitsbereich sollten als erste den Impfstoff erhalten. Jedes Land müsse selbst entscheiden, wer neben dem medizinischen Personal das Mittel noch erhalten solle, sagte die zuständige WHO-Direktorin Marie-Paule Kieny.

884 Millionen Dollar
Die USA wollen offiziellen Angaben zufolge zusätzlich 884 Millionen Dollar für den Kauf von Inhaltsstoffen für ein Impfmittel ausgeben. Den Pharmakonzernen Sanofi Aventis, GlaxoSmithKline, Novartis und der zu AstraZeneca gehörenden Sparte MedImmune solle das Geld zur Verfügung gestellt werden. Die US-Gesundheitsbehörden haben bereits 649 Millionen Dollar in den Kauf von Impfstoffen auf Basis des H1N1-Virus und 283 Millionen Dollar in die Anschaffung von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems investiert.

500 Todesfälle
Die sogenannte Schweinegrippe ist die erste weltweite Epidemie des 21. Jahrhunderts. Schätzungen zufolge haben sich mehr als eine Million Menschen damit angesteckt. Mindestens 500 Todesfälle sind bekannt. Die UN-Gesundheitsorganisation WHO spricht von einer überwiegend moderat verlaufenden Erkrankung.


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