08. Juni 2010 12:53

Schlafstörung 

Sexsomnie überraschend weit verbreitet

Wer darunter leidet, nimmt im Schlaf sexuelle Handlungen vor.

Sexsomnie überraschend weit verbreitet
© sxc

Patienten mit Sexsomnie leiden unter einen bizarren Schlafstörung. Die Betroffenen nehmen im Schlaf sexuelle Handlungen vor, die von Masturbation bis zu gewaltsamen Geschlechtsverkehr reichen können. Am nächsten Tag können sie sich oft an nichts erinnern. Sexsomnie-Patienten reden meist mit niemanden über ihr Leiden, darum war über diese Schlafstörung kaum etwas bekannt.

Untersuchung
Jetzt haben Wissenschaftler nach eigenen Angaben erstmals einigermaßen belastbare Zahlen vorgelegt. Demnach könnten rund acht Prozent der Menschen, die unter einer Schlafstörung leiden, von Sexsomnie betroffen sein.

Männer häufiger betroffen
Das Team der University Health Networks im kanadischen Toronto hatte 832 Patienten befragt, die sich wegen Schlafstörungen therapieren ließen. 63 von ihnen hätten angegeben, im Schlaf sexuelle Handlungen begonnen zu haben. Die Forscher stellten auch Unterschiede bei den Geschlechtern fest. Elf Prozent der 428 befragten Männer seien von Sexsomnie betroffen gewesen, bei den 404 Frauen seien es nur 4 Prozent gewesen.


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