24. Juli 2008 15:56

Pro und Contra 

Sinn und Unsinn des Heilfastens

Abnehmen durch das pure Nichts-Essen mit nur wenigen Ausnahmen. Wie gesund ist das eigentlich?

Sinn und Unsinn des Heilfastens
© sxc

Gerde im Sommer versuchen viele überschüssige Kilos loszuwerden, auch Heilfasten liegt im Trend. Unter Fasten bzw. Heilfasten versteht man den völligen Verzicht auf feste Nahrung. Dem Körper wird reichlich Flüssigkeit in Form von Wasser, Gemüsebrühe und Saft zugeführt. Bei anderen dem Fasten sehr nahe kommenden Kuren wird zum Beispiel ausschließlich Rohkost oder Trockengebäck gegessen.

Fasten - Stress für den Körper
Durch das Fasten wird der Körper in einen Zustand versetzt in den er sonst nur in großer Not kommt. Der Körper aktiviert Notprogramme um mit der neuen Situation umzugehen und verfällt somit in einen Stress-Zustand. Der Energieverbrauch des Körpers wird drastisch reduziert, meist fühlt man sich bereits nach dem ersten Fast-Tag müde. In der Zeit des Fastens empfiehlt es sich daher Urlaub von der Arbeit und vom Alltag zu nehmen, da meist auch die Psyche unter dem Nahrungsentzug leidet.

Fasten als Diät ungeeignet
Ernährungswissenschafter stehen dem Fasten kritisch gegenüber, die positiven Effekte des Heilfastens sind wissenschaftlich kaum belegt. In einem gesunden Körper sollte es keine Ablagerungen geben, die speziell durch das Fasten abgeführt werden sollen. Kritiker betonen außerdem, dass durch das Fasten der Stoffwechsel unnötig belastet wird. Da sich die Zellen täglich erneuern ist der absolute Verzicht auf Eiweiß ein zusätzliches Gesundheitsrisiko. Wer hofft durch eine Woche gezieltes Fasten überflüssige Fettpölsterchen los zu werden, der irrt. Durch die absolute Null-Diät kommt es zu einem starken Jo-Jo-Effekt nach der Fastenwoche - in kürzester Zeit hat man mehr Kilos auf den Hüften als vorher. Der gewünschte Erfolg tritt meist nicht ein und die Quälerei war umsonst.

Positive Aspekte des Heilfastens
Fasten regt nach Studien das Immunsystem an und hilft angeblich auch gegen alle durch die Ernährung verursachten Erkrankungen. Ein weiterer positiver Effekt am Heilfasten ist die starke Ausschüttung von körpereigenen Stimmungsaufhellern - so genannten Dynorphinen, diese reduzieren die Schmerzempfindung ebenso wie das Hungergefühl. Wer vor hat eine Fastenkur zu machen sollte sich unbedingt vorher von einem Arzt durchchecken lassen. Die Kur selbst sollte auch nur unter ärztlicher Aufsicht stattfinden.


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