15. Oktober 2009 10:28

Ski-Helme im Test 

Gute Produkte schon um 40 Euro

Preis bestimmt nicht die Qualität. Expertenrat: Vor dem Kauf unbedingt probieren.

Gute Produkte schon um 40 Euro
© apa

Sinnvolles Trendteil Skihelm: Die Nachfrage danach steigt seit einigen Jahren - ein aktueller Praxistest des ÖAMTC und seiner Partnerclubs stellt nun auch seiner schützenden Funktion ein gutes Zeugnis aus. Ein Großteil von 15 getesteten Produkten konnte überzeugen, "wirklich durchgefallen ist nur ein Helm", sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Außerdem erfreulich für die Wintersportler: Ein gutes Modell muss nicht teuer sein, mit rund 40 Euro ist man dabei.

Getestet
Getestet wurden Modelle zwischen 39 und 165 Euro. Für den Testverlierer (Dainese Air Soft) blättert man rund 120 Euro hin. Während der Unfallsimulation riss sein Kinnband, "ein absolut untolerierbarer Mangel", urteilte der Techniker. Auf den vorletzten Platz schaffte es das teuerste Produkt im Test, der Smith Variant Brim um 165 Euro.

Auf den ersten Plätzen finden sich Helme von Alpina (100 Euro), Giro (140 Euro) und Head (150 Euro): Qualität, Passform und Sicherheit überzeugten die Tester. Positiv überrascht waren die Prüfer vom günstigsten Skihelm, dem Walser Kronos (39 Euro). Er zeigte nicht nur bei der Stoßdämpfung die besten Werte, sondern war auch der leichteste im Test.

Im Versuch wurde ein mit Messtechnik ausgestatteter Prüfkopf bei unterschiedlichen Temperaturen gegen einen starren Block geprallt. So hat man die Stoßdämpfung ermittelt. Belastbarkeit der Riemen und Abstreifprüfung waren weitere Testkriterien. Im Windkanal und bei praktischen Fahrversuchen wurden außerdem Windgeräusche und Geräuschwahrnehmung überprüft.

Zeit fürs Probetragen nehmen
Für den Helmkauf rät der ÖAMTC, sich viel Zeit fürs Probetragen zu nehmen. "Der perfekte Helm sollte nicht zu locker sitzen und darf auf dem Kopf nicht verrutschen", erklärte Kerbl. Am besten nimmt man zur Anprobe die Skibrille mit, denn der beste Helm kann mit der falschen Brille unangenehm drücken. Wichtiges Auswahlkriterium sollte auch das Gewicht sein. Ein schwerer Helm wird nach Stunden auf der Piste als belastend empfunden. Auf jeden Fall soll er über die Kennzeichnung CE EN 1077 verfügen, diese weist das Produkt als geprüften Ski- oder Snowboardhelm aus.


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