12. November 2008 09:39

Risiko 

Skiunfälle durch Training vermeiden

Sportarzt und Unfallchirurg Christian Gäbler warnt vor Überschätzung auf der Piste. 70.000 Sportler verletzen sich jährlich.

Skiunfälle durch Training vermeiden
© sxc

Auch diesen Winter werden rund 2,5 Millionen Österreicher auf Brettern eine der Pisten hinunterjagen. Nicht ohne Risiko. Denn jährlich verletzen sich rund 70.000 Skisportler. Nicht zuletzt wegen der neuen Trendsportarten Carving und Freeride. Sie führen durch die enormen Fliehkräfte zu einer hohen Beanspruchung der Bänder und Gelenke. „Ich musste in den letzten Jahren deutlich mehr Skifahrer mit Meniskus- und Kreuzbandverletzungen operieren“, erklärt Christian Gäbler, Unfallchirurg und Leiter der Sportordination in Wien.

Knie in Gefahr
Vor allem durch das Carven erhöht sich die Verletzungsgefahr für das Kniegelenk enorm. Gäbler: „Viele sind mit dieser Technik deutlich überfordert. Sein Rat: Die Grundprinzipien an einem halben Tag mittels Skilehrer oder Kurs erlernen.

Risiko
Beim Snowboarden sind Arme und Schultern gefährdet. Gäbler: „50 Prozent aller Verletzungen betreffen Unterarme und Handgelenke, 25 Prozent das Schultergelenk.“ Der Sportarzt warnt davor, unvorbereitet in den Winter zu starten: „Die Muskulatur ist ein wichtiger Schutz für den Bandapparat der Gelenke. Wer gut trainiert ist, minimiert das Verletzungsrisiko.


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