17. August 2009 10:31

Matratzen-Check 

So liegen Sie richtig

Welche Matratze sie ruhig träumen lässt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

So liegen Sie richtig
© Getty Images

Ein Drittel seiner gesamten Lebenszeit verbringt der Mensch im Bett. Dementsprechend wichtig ist daher die richtige Wahl von Matratze und Lattenrost, um das körperliche und seelische Wohlbefinden zu steigern.

Andreas Prödiger, Geschäftsführer des Schlaf-Spezialisten Betten Reiter, gibt wichtige Tipps zur richtigen Matratzenwahl.

TIPP 1: Die perfekte Matratze
Grundsätzlich gibt es drei Matratzen-Grundtypen am Markt, die unterschiedlichen Schlafbedürfnissen gerecht werden.

Klassische Federkern-Matratzen haben Taschen, in die jeweils eine Feder eingearbeitet ist. Je mehr Taschen vorhanden sind, desto punktgenauer ist der Liegekomfort. Die gute Durchlüftung sorgt für gutes, trockenes Schlafklima. Federkern-Matratzen sind ideal für Menschen, die an chronischen Rückenschmerzen leiden, denn sie hilft, Muskelschmerzen und Verspannungen zu verringern.

Matratzen aus Visco-Kaltschaum geben dem Benutzer ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Dieses Material verfügt über eine große Punktelastizität, da es sich bei Erwärmung besonders gut verformt und sich der Körperstruktur ideal anpasst. Diese Matratzen eignen sich gut für Menschen, die bei Druck auf den Körper leicht zu Durchblutungsstörungen neigen oder auch für Stressgeplagte, für die eine körpergerechte Matratze zur Entspannung beiträgt.

Kaltschaum-Matratzen ähneln vom Material her Latex, sind aber bei Weitem nicht so schwer und sind in verschiedene Härtezonen unterteilt. Ihre Struktur ist offenporig, was sich günstig auf Luftund Feuchtigkeitsaustausch auswirkt. Sie sind ideal für alle, die stark schwitzen.

TIPP 2: Natürliche Rohstoffe
Ökologisch schlafen. Die Materialentwicklung der letzten Jahre hat sich eindeutig Richtung nachwachsender Rohstoffe und natürliche Materialien verlagert. Heute bieten viele Hersteller bereits Kaltschaummatratzen auf Basis nachwachsender Rohstoffe, etwa Sonnenblumenöl oder Rapsöl, her. Und für Allergiker werden laufend spezielle Matratzen entwickelt, die keine belastenden Stoffe für sensible Haut beinhalten.

TIPP 3: Der richtige Lattenrost
Verstellbar. Ohne den richtigen Lattenrost verliert auch die teuerste Matratze schnell an Wirkung. Wichtig ist, dass der Lattenrost individuell verstellbar ist, damit er je nach Körpergewicht und Größe den Schulterbereich optimal entlastet und somit den gesamten Körper beim Liegen stützt. Elektrisch verstellbare Lattenroste bieten höchsten Komfort, benötigen aber unbedingt eine Stromfreischaltung für ungestörten Schlaf.

Tipps: Sieben Matratzenregeln
Probeliegen
Erst nach einigen Nächten wissen sie, ob die gewählte Matratze wirklich passt.
Härtegrad
Seitenschläfer sollten zu weichen Matratzen greifen, Bauch- und Rückenschläfer eher feste wählen.
Lattenrost
Latten sind optimal für Federkern- und Kaltschaummatratzen, Federteller sind der beste Untersatz für Visco-Kaltschaummatratzen.
Matratzenschoner
Schützt vor Abnützung, hygienischer.
Wenden
Bei jedem Leintuchwechsel auch Matratze wenden.
Lüften
Matratze regelmäßig zum Lüften aufstellen.
Tauschen
Matratze und Lattenrost nach maximal zehn Jahren erneuern.


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