07. Februar 2008 12:44

Zauberformel 

So verhindern Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herzinfarkt und Schlaganfall: Neue Empfehlungen für die Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

So verhindern Sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen
© APA

Herzinfarkt, Schlaganfall und die übrigen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind die Haupttodesursachen in Österreich. Das stellten die Fachleute der Statistik Austria fest: Drei Viertel dieser Krankheiten lassen sich auf fünf durchaus beeinflussbare Lebensstilfaktoren zurückführen. Das hat die französische Expertin Vanina Bongard (Universität Toulouse) herausgefunden. Noch immer völlig unterschätzt wird der Bluthochdruck.

Hypertonie, Cholesterin, Diabetes und Rauchen gelten als die schwerwiegendsten Herz-Risikofaktoren. Die "Zauberformel" für die Erhaltung der Herz-Kreislaufgesundheit lautet : "0-3-5-140-5-3-0".

Und das steckt hinter der Formel:
0: keine Zigaretten
3: täglich drei Kilometer zu Fuß gehen oder 30 Minuten moderates körperliches Training
5: fünf Portionen Obst und Gemüse täglich
3: LDL- Cholesterin niedriger als fünf mmol pro Liter (190 mg/dl)
0: Vermeiden von Übergewicht und Diabetes

Diese Werte dind für gesunde Menschen gedacht. Für Personen mit besonders hohem Risiko - zum Beispiel aufgrund eines früheren Herz-Kreislauf-Zwischenfalls - gelten niedrigere Richtwerte.

Sport statt Medikamente
Wenig Cholesterin im Blut, kein Diabetes, Nichtrauchen und ein niedriger Blutdruck und genügend Ausdauertraining sind die wichtigsten Voraussetzungen für den Einzelnen, ind Sachen Herz-Kreislauf gesund zu bleiben. Da Ausdauersport auch alle übrigen Risikofaktoren positiv beeinflusst, ist er besser als jedes Arzneimittel. Die belgische Expertin Viviane Conraads: "Schon 1986 wurde veröffentlicht, dass bei Männern, die in der Woche mehr als 2.000 Kilokalorien bei körperlicher Aktivität verbrauchen, die Sterblichkeit um 25 bis 30 Prozent geringer ist. Suchen Sie doch nach irgendeiner (technischen oder pharmazeutischen, Anm.) Intervention, die diesen Effekt auch hat!

Moderate Bewegung
Mittlerweile haben weitere wissenschaftliche Studien gezeigt, dass auch durchaus moderate Bewegung vier- bis fünfmal pro Woche und jeweils rund 30 Minuten lang, die Sterblichkeit verringern. Das gilt auch für Menschen, die bereits eine koronare Herzkrankheit haben: Erhielten Patienten wegen einer Verengung eines Herzkranzgefäßes eine Ballon-Dilatation, lebten nach zwölf Monaten noch 70 Prozent. Betrieben vergleichbare Patienten jedoch Sport, lag die Überlebensrate bei 80 Prozent und darüber. Dafür verantwortlich sein dürfte vor allem die vermehrte Bildung von Stickoxid in den Blutgefäßwänden als stärkster gefäßerweiternder Botenstoff des Körpers.


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